Übler Geruch in der Flugzeugkabine: BFU zählte im Vorjahr 228 Fälle

Im vergangenen Jahr sind der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) knapp 230 "fume events" gemeldet worden. Etwa 30 Prozent davon entfallen auf eine Lufthansa-Tochter.

Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig - © © dpa - Peter Steffen

Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig © dpa /Peter Steffen

Wegen sonderbarer, übler Gerüche in Flugzeugen sind der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) 2016 insgesamt 228 Vorfälle gemeldet worden. Das gab die in Braunschweig ansässige Behörde jetzt bekannt. Einzelne Luftfahrtunternehmen wiesen ein erhöhtes Meldeaufkommen auf. Allein bei der Lufthansa-Tochter Germanwings gab es demnach 64 Meldungen über verunreinigte Kabinenluft. "Aus Sicht der BFU kann dieses auf eine erhöhte Meldekultur und eine erhöhte Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen sein", heißt es in der BFU-Erklärung.

Die Ursache für diese schon seit den 1950er Jahren beschriebenen Gerüche in der Flugzeugkabine ("fume events") ist oft unklar. Angesichts vieler Zwischenfälle schwelt seit Jahren ein Streit um ihre Ursachen.

© dpa, Christoph Schmidt Lesen Sie auch: Gewerkschaft: Fume Events werden nicht ernst genommen

Von: dpa

Datum: 21.06.2017 - 16:55

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