Übernahme gescheitert: Ryanair will Aer-Lingus-Anteile abstoßen

23.07.2013 - 14:33 0 Kommentare

Da es mit einer Mehrheit nicht klappt, will sich Ryanair nun von ihren knapp 30 Prozent Anteilen an Aer Lingus trennen. Drei Mal hatte der Billigflieger zuvor versucht, die irische Fluggesellschaft zu übernehmen.

Aer Lingus Airbus A320

Aer Lingus Airbus A320
© AirTeamImages.com - Darryl Morrell

Der irische Ryanair-Chef Michael O'Leary posiert Montag (27.10.2008) in Berlin mit einem Modell-Flugzeug seiner Gesellschaft.

Der irische Ryanair-Chef Michael O'Leary posiert Montag (27.10.2008) in Berlin mit einem Modell-Flugzeug seiner Gesellschaft.
© dpa

Nach wiederholten Schwierigkeiten mit britischen und europäischen Wettbewerbshütern will der irische Billigflieger Ryanair seinen Anteil an der Fluggesellschaft Aer Lingus verkaufen. Für die 29-prozentige Beteiligung könnten alle interessierten Fluggesellschaften aus der Europäischen Union ein Angebot abgeben, erklärte Ryanair. Der Billigflieger war zuvor mehrmals mit dem Versuch gescheitert, die ebenfalls aus Irland stammende Aer Lingus zu übernehmen.

Ryanair hält seit sechseinhalb Jahren die Beteiligung an Aer Lingus. Insgesamt drei Mal versuchte der Billigflieger, die andere Fluggesellschaft komplett zu übernehmen. Im Februar dieses Jahres untersagte die Europäische Kommission wie schon 2007 dieses Geschäft. 2009 hatte Ryanair sein Angebot selbst zurückgezogen.

Probleme hatte Ryanair aber auch mit der britischen Wettbewerbsbehörde Competition Commission (CC). Diese bestimmte Ende Mai in einer vorläufigen Entscheidung, dass Ryanair seine Beteiligung an Aer Lingus reduzieren müsse, da Aer Lingus in der aktuellen Situation Probleme haben dürfte, einen anderen Partner oder Käufer zu finden. Die endgültige Entscheidung der CC wird für September erwartet.

Von: AFP
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