Übergreifende Pilotenausbildung der Lufthansa Group gestartet

08.09.2017 - 12:45 0 Kommentare

Der erste Airline-übergreifende Pilotenkurs der Lufthansa Group hat jetzt begonnen. Die Flugschulen der Gruppe waren zuvor unter dem Dach der "European Flight Academy" zusammengefasst worden.

Cockpit eines A320-Full-Flight-Simulators - © © LFT -

Cockpit eines A320-Full-Flight-Simulators © LFT

An der Lufthansa-Verkehrsfliegerschule in Bremen ist jetzt der erste Pilotenkurs im neuen "Campus Modell" gestartet. Das teilte die Lufthansa Group mit. Die Flugschulen der Lufthansa Group in Deutschland, der Schweiz und den USA sind seit Januar unter dem Dach der European Flight Academy (EFA) zusammengefasst.

Im neuen Ausbildungsmodell werden die angehenden Flugzeugführer nicht mehr für eine spezifische Airline ausgebildet sondern erlangen eine universelle ATPL-Linienflug-Lizenz. Zuvor schlossen die Bremer-Pilotenschüler mit einer MPL-Lizenz ab, die auf die Anforderungen der Lufthansa zugeschnitten war.

Die Ausbildungskosten werden den Angaben nach für die Dauer von bis zu 36 Monaten nach Abschluss des Trainings gestundet. Erst mit Beginn eines Arbeitsverhältnisses bei einer Lufthansa-Group-Airline beginnt die Rückzahlung. In der gruppenübergreifenden Einrichtung soll allerdings auch über den eigenen Bedarf der Lufthansa Group hinaus ausgebildet werden.

© dpa, Ingo Wagner Lesen Sie auch: Lufthansa vereint Flugschulen unter einem Dach

Die jetzt angehenden EFA-Flugzeugführer werden ihr praktisches Flugtraining in Arizona (USA) sowie in Rostock-Laage absolvieren. Die theoretische Ausbildung findet in Bremen statt. Im Zuge des ungelösten Tarifkonflikts mit den Lufthansa-Piloten hatte es an der traditionsreichen Lufthansa-Verkehrsfliegerschule zuvor lange Zeit keine neuen Lehrgänge gegeben. Im Februar hatten allerdings bereits 23 Pilotenschüler der Austrian Airlines dort unter dem Dach der EFA mit ihrem Unterreicht begonnen.

Von: dh
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