Turkish Airlines baut Streckennetz nach Deutschland weiter aus

07.01.2014 - 14:17 0 Kommentare

Turkish Airlines will im kommenden Sommer das Streckennetz von und nach Deutschland weiter verdichten. So sollen zur Hauptreisezeit neue Routen nach Berlin, Hamburg und Stuttgart eröffnet werden.

Leitwerk einer Turkish- Airlines-Maschine

Leitwerk einer Turkish- Airlines-Maschine
© AirTeamImages.com - SilverWingPix

Airbus A320-200 der Turkish Airlines

Airbus A320-200 der Turkish Airlines
© AirTeamImages.com - Rudi Boigelot

Turkish Airlines baut das Streckennetz in Richtung Deutschland weiter aus. Demnach will die türkische Airline in der Sommersaison gleich drei neue Verbindungen nach Berlin, Hamburg und Stuttgart aufnehmen, wie ein Sprecher gegenüber airliners.de bestätigte.

Den Auftakt macht am 1. Juni eine neue Route von Izmir nach Stuttgart. Am 19. Juni folgt Trabzon – Berlin Tegel und wenig später, am 23. Juni, die Strecke Istanbul Sabiha Gökcen – Hamburg. Alle drei Saisonrouten werden bis Mitte September einmal wöchentlich mit Airbus A320 bedient.

Die türkische Fluggesellschaft hatte erst kürzlich Pläne für Kassel-Calden und Münster/Osnabrück vorgestellt. Erst im Mai hatte Turkish Airlines ihr Drehkreuz Istanbul mit Friedrichshafen verbunden. 2012 wurden zudem Leipzig/Halle und Bremen in das Streckennetz integriert.

Verstimmung zwischen Lufthansa und Turkish

Turkish Airlines ist genau wie Lufthansa Mitglied des globalen Airline-Bündnisses Star Alliance. Beide Unternehmen betreiben zudem den Ferienflieger Sun Express. Zwischen beiden Partnern kriselt es jedoch in letzter Zeit. So geht Lufthansa inzwischen eher auf Distanz. So verbinde die türkische Gesellschaft rund ein Dutzend deutsche Städte mit Istanbul, im Falle Frankfurts, Berlins oder Münchens gar bis zu fünfmal am Tag. Dies ziehe viele Passagiere aus Deutschland ab, inklusive Umsteiger, die auf Langstreckenverbindungen der türkischen Linie umstiegen.

Im Vergleich dazu ist das Verkehrsangebot der Lufthansa auf den Türkei-Routen deutlich geringer. Zudem plane der türkische Staat einen neuen Großflughafen am Schwarzen Meer, dessen erste Stufe bereits 2017 in Betrieb gehen soll. Dadurch könnte es zur Umlenkung von Passagierströmen zu Lasten des eigenen Kranich-Aufkommens und der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt, München und Wien kommen, so die Befürchtung der deutschen Gesellschaft. Schlussendlich platzte die angestrebte "Verlobung".

Von: airliners.de
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