Tuifly-Chef Roland Keppler geht

13.11.2018 - 17:59 0 Kommentare

Der Ferienflieger Tuifly wird künftig nur noch von Oliver Lackmann geführt. Zugleich wird der Konzern-Carrier näher an den Reiseveranstalter und die Schwester-Airlines angebunden.

Roland Keppler und Oliver Lackmann. - © © Tuifly -

Roland Keppler und Oliver Lackmann. © Tuifly

Bei Tuifly wird erneut die Geschäftsführung umgebaut: Wie die Airline am Dienstag mitteilte, wird Roland Keppler nach zwei Jahren an der Spitze das Unternehmen wieder verlassen. Er habe sich entschieden, neue Aufgaben außerhalb der TUI Group zu übernehmen.

Alleiniger Geschäftsführer ist künftig Oliver Lackmann. Er kam im März als Chef des Flugbetriebs (Chief Operating Officer) zu Tuifly und war zuvor in führenden Positionen bei Air Berlin und deren Tochter Niki tätig. Offiziell findet der Führungswechsel zum Ende des Jahres statt. Aus Unternehmenskreisen ist jedoch zu hören, dass Keppler bereits nicht mehr in der Airline-Zentrale anwesend ist.

Einbindung in den Tui-Vorstand

Der neue Tuifly-Chef Lackmann soll künftig auch im Vorstand der Tui Deutschland sitzen. Die Airline werde damit eng in alle Vereinbarungen des deutschen Veranstalters eingebunden, heißt es. Parallel wird auch die Personal- und Finanzleitung von Tuifly bei Tui Deutschland integriert.

Auch an die anderen Airlines im Tui-Konzern soll Tuifly stärker angebunden werden. Lackmann übernimmt für die gesamte Tui-Aviation-Gruppe mit ihren fünf Fluggesellschaften die Funktion des Director Flight Operations und verantwortet damit auch das Compliance & Safety Managements.

© dpa, Sebastian Gollnow Lesen Sie auch: Tui-Airlines rücken näher zusammen

Keppler kam im Herbst 2016 in einer äußerst angespannten Situation zu Tuifly: Dem Konzern war die Airline zu teuer geworden, er plante zusammen mit Etihad Airways eine Ausgründung. Die Pläne führten zu erheblicher Unruhe im Unternehmen und schließlich zu einem "wilden Streik" der Mitarbeiter.

Mittlerweile hat sich die Strategie geändert: Tui-Chef Friedrich Joussen betonte seit Ende 2017 wiederholt die Bedeutung der Airline für den Reisekonzern und kündigte umfangreiche Investitionen in die Flotte an.

© Tui, Lesen Sie auch: Tui will mehr Flugzeuge kaufen

Von: pra
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