Tuifly nutzt nur vier ehemalige Air-Berlin-Jets

20.03.2018 - 15:40 0 Kommentare

Nach dem Ende von Air Berlin und Niki musste Tuifly 14 Flugzeuge unterbringen. Davon landen jetzt aber wohl nur vier im eigenen Flugbetrieb. Die Tui-Airline ist im Sommer an zehn Flughäfen vertreten.

Eine Boeing 737 in den Farben der Tuifly - © © dpa - Christoph Schmidt

Eine Boeing 737 in den Farben der Tuifly © dpa /Christoph Schmidt

Tuifly nimmt aus dem ehemaligen Wet-Lease für Air Berlin und Niki weniger Flugzeuge zurück als ursprünglich geplant: Vier Flugzeuge vom Typ Boeing 737 werden jetzt zusätzlich unter der eigenen Marke betrieben, insgesamt sind es damit 29 Flugzeuge unter dem Label Tuifly. Weitere Jets aus dem Wet-Lease werden vorerst nicht dazukommen, wie airliners.de von der Fluggesellschaft erfuhr.

Denn von den eigentlich sieben Flugzeugen, die Tuifly nach dem Air-Berlin-Grounding im November zurücknehmen musste, werden voraussichtlich drei anderweitig verwendet. Zwei Maschinen sind bereits aus dem Verkehr gezogen und werden an die Leasing-Gesellschaften zurückgegeben, wie Tuifly bestätigte.

Zwei Jets gehen zurück an die Leasing-Geber

Einer der Jets wird vom Eigentümer Macquarie jetzt an die Fluggesellschaft Wings of Lebanon weitergegeben. Sie ist bereits umlackiert und -registriert. Für die zweite 737, die an Gexx Aviation zurückgeht, ist bislang noch kein neuer Kunde bekannt.

Eine weitere Maschine, die seit Dezember bei Tuifly im Einsatz ist, könnte zum Sommer an eine Schwestergesellschaft im Tui-Verbund wechseln, erklärte ein Sprecher. Entschieden sei das aber noch nicht.

Die ehemaligen Wet-Lease-Flugzeuge

Registrierung aktuelle Verwendung
D-ABAF Eurowings
D-ABAG eventuell bei anderer Tui-Airline
D-ABBD Eurowings
D-ABKA Tuifly
D-ABKJ Eurowings
D-ABKM Eurowings
D-ABKN Eurowings
D-ABMQ Eurowings
D-ABMV Eurowings
D-AGEC zurück an Leasing-Gesellschaft
D-AHXE Tuifly
D-AHXF Tuifly
D-AHXG Tuifly
D-AHXJ Wings of Lebanon (künftig T7-WAS)
Quelle: Unternehmensangaben

Sieben der 14 ehemaligen Wet-Lease-Maschinen sind jetzt langfristig bei Eurowings unter Vertrag. Der Vertrag läuft bis März 2021. Tuifly hat damit in diesem Sommer insgesamt 36 oder 37 Flugzeuge in der Flotte.

In einer Vereinbarung mit den Mitarbeitern verpflichtete sich die Airline im vergangenen November zum Betrieb von mindestens 39 Flugzeugen. Im Gegenzug erklärten sich die Piloten zu Einsparungen bei den Gehaltskonditionen bereit.

Airline-Chef Roland Keppler kündigte an, 2019 sollten weitere drei Maschinen in die Flotte kommen. Unter anderem wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr die erste 737 MAX an Tuifly ausgeliefert.

Im Sommer 2018 wird Düsseldorf für die Marke Tuifly der wichtigste Abflughafen - dort stehen jetzt sechs statt bisher vier Jets. Größte Station inklusive der für Eurowings betriebenen Jets bleibt aber der Stammsitz Hannover.

Die Tuifly-Flotte im Sommer 2018

Flugzeuge unter eigener Marke für Eurowings
Hannover
5
2
Düsseldorf
6
-
Köln/Bonn
2
2
Frankfurt
4
-
Stuttgart
4
-
Hamburg
1
2
München
3
-
Basel
2
-
Saarbrücken
1
-
Berlin-Tegel
1
-
Nürnberg
-
1
gesamt
29
7
Quelle: Unternehmensangaben
Von: pra
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