Vollcharter TUI mit Langstrecken ab Hamburg

18.03.2013 - 15:53 0 Kommentare

Die Strecken-Streichungen von Air Berlin trafen den Hamburger Flughafen hart. Im Wettbewerb um Passagiere hilft nun ein Angebot von Tui: Ab Winter 2013/14 wird es von Hamburg aus Direktflüge in die Karibik und nach Mexiko geben.

Der größte deutsche Reiseveranstalter Tui will das Geschäft mit Fernreisen ausbauen und bietet künftig von Hamburg aus Direktflüge in die Dominikanische Republik, nach Mexiko und Barbados an. Mit dem Vollcharter bringe Tui von November an über die gesamte Wintersaison eine zusätzliche Kapazität von 35.000 Flugsitzen in den norddeutschen Markt, sagte Tui-Deutschland-Chef Christian Clemens am Montag in der Hansestadt. «Fernreisen gehört die Zukunft.» Derzeit liege der Marktanteil von Tui bei 15 Prozent. «Wir sehen großes Wachstumspotenzial.» Bislang gibt es von Hamburg aus noch keine Nonstop-Langstreckenflüge Richtung Karibik und Mexiko.

Der Hamburger Flughafen hatte im vergangenen Jahr im Wettbewerb um Passagiere einen schweren Schlag einstecken müssen, weil Air Berlin mehrere Strecken ab Hamburg gestrichen hatte. Das bedeutete 500.000 Passagiere jährlich weniger, sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Es sei das große Ziel für 2013, diese Ausfälle wieder aufzuholen. Das Engagement von Tui werde dabei helfen. Zuvor hatten bereits Germanwings, Vueling und Easyjet neue Strecken ab Hamburg ins Programm genommen. «Wir brauchen den Kopf nicht in den Sand zu stecken», betonte Eggenschwiler.

Da Tuifly kein eigenes Langstrecken-Flugzeug besitzt, wird eine 265-sitzige Boeing 767-300 vom niederländischen Schwesterunternehmen Arkefly eingesetzt. Jeweils zwei Mal pro Woche geht es von Hamburg nach Punta Cana in die Karibik und nach Cancun auf die mexikanische Halbinsel Yucatan. Zusätzlich will Tui im wöchentlichen Wechsel Direktflüge nach Barbados und La Romana (Dominikanische Republik) anbieten. Das Unternehmen rechnet mit einer Auslastung von 96 Prozent. Bereits jetzt reisen jährlich etwa 50.000 Passagiere von Hamburg aus über einen Umsteige-Flughafen in die Karibik, hieß es.

Von: dpa
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