Tui übernimmt Last-Minute-Anbieter L'Tur komplett

23.12.2016 - 09:47 0 Kommentare

Tui besitzt schon die Mehrheit an L'Tur. Jetzt übernimmt der Reisekonzern den Last-Minute-Anbieter komplett. Dessen Gründer zieht sich vollständig zurück und legt den Aufsichtsratsvorsitz nieder.

 Ein Winglet mit dem Tui-Logo vor der Hauptverwaltung von Tuifly am Hannover Airport. - © © dpa - Holger Hollemann

Ein Winglet mit dem Tui-Logo vor der Hauptverwaltung von Tuifly am Hannover Airport. © dpa /Holger Hollemann

Der Tourismuskonzern Tui übernimmt den Last-Minute-Anbieter L'Tur komplett. L'Tur-Gründer Karlheinz Kögel gebe seinen Anteil von 20 Prozent ab, wie der Gründer des Reiseanbieters mit Sitz in Baden-Baden mitteilte. TUI war 1998 eingestiegen, schon 2008 seine Anteile auf 70 Prozent erhöht und in den vergangenen Jahren sukzessive zugekauft. Schon damals hieß es, Kögel wolle sich nach und nach aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Der Gründer saß allerdings immer noch an der Spitze des Aufsichtsrats.

Gut 30 Jahre nach der Gründung von L'Tur zieht sich der 70-Jährige nun vollständig zurück und legt den Aufsichtsratsvorsitz nieder. Zum Kaufpreis der restlichen Anteile wollte sich ein Tui-Sprecher nicht äußern. Kögel wolle sich künftig voll auf seine vor fünf Jahren gegründete Unternehmensgruppe HLX Touristik konzentrieren, zu der auch das Online-Portal Holidays.ch gehört. Nach Lufthansa, Swiss und Air Berlin würden demnächst weitere Fluggesellschaften kooperieren. Auch andere Touristik-Unternehmen planten eine Zusammenarbeit.

© L´Tur, Lesen Sie auch: Lufthansa verstärkt Kooperation mit Last-Minute-Reiseanbieter

Kögel hatte L'Tur 1987 gegründet und bis Ende August 2008 als Vorstandsvorsitzender geführt, danach wechselte der gebürtige Badener an die Spitze des Aufsichtsrates. In diesem Sommer hatte bereits der Tui-Manager Marek Andryszak die Führung von L'Tur übernommen. Zuletzt machte L'Tur im Geschäftsjahr 2014/15 mit knapp 700.000 Gästen einen Umsatz in Höhe von 451 Millionen Euro.

Von: dpa, gk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Flugzeuge von Tuifly und Air Berlin Tuifly gerät mit Air-Berlin-Zerschlagung in Bedrängnis

    Viele Tuify-Mitarbeiter fliegen aktuell noch zu komfortablen Konditionen im Auftrag der Air-Berlin-Tochter Niki. Nach dem Verkauf an Lufthansa muss Tui aber mit einer reduzierten Flotte planen. In der Folge drohen Entlassungen.

    Vom 18.10.2017
  • Airbus A320 der Niki Auch Niki droht offenbar die Insolvenz

    Die Touristiktochter Niki ist das Tafelsilber der Air Berlin: nicht pleite und zudem äußerst profitabel. Doch das könnte sich aber ändern. Ein "Schönheitsfehler" des Carriers könnte sich derweil in Wohlgefallen auflösen.

    Vom 05.09.2017
  • Die erste A380 wurde im Oktober 2007 an Singapore Airlines übergeben. Airbus kürzt wohl erneut A380-Produktion

    Nur noch sechs A380-Jets will Airbus laut eines Medienberichts demnächst produzieren. Damit will man Kunden eine langfristige Perspektive bieten. Offenbar gibt es auch Gespräche über einen neuen Auftrag.

    Vom 12.12.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus