Tui, Etihad und Air Berlin bestätigen Verhandlungen

05.10.2016 - 17:13 0 Kommentare

Bislang waren es nur Berichte, jetzt haben Tui, Etihad und Air Berlin Verhandlungen offiziell bestätigt. Es geht um die Gründung eines "neuen europäischen Airlineverbunds", der nicht nur von Deutschland aus fliegen soll.

Flugzeuge von Air Berlin und Tuifly am Flughafen Hannover. - © © dpa - Julian Stratenschulte

Flugzeuge von Air Berlin und Tuifly am Flughafen Hannover. © dpa /Julian Stratenschulte

Etihad und Tui haben am Mittwoch in einer gemeinsamen Presseaussendung Verhandlungen um eine zukünftige Zusammenarbeit von Air Berlin und Tuifly bestätigt. Ziel der Gespräche sei die Einbringung des touristischen Flugbetriebs der Air Berlin Group sowie der Tuifly in einen "neuen Airlineverbund der Tui AG und der Etihad Aviation Group".

Air Berlin soll demnach 21 Flugzeuge beisteuern, Tuifly ihre gesamte Flotte aus 41 Flugzeugen - inklusive der 14 derzeit für Air Berlin betriebenen Maschinen. Die neue Ferienflug-Verbundgesellschaft würde von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus ein umfassendes Streckennetz bedienen. Der Vertrieb soll über die Tui laufen.

Allerdings ist den Angaben zufolge noch keine Einigung erreicht worden. Man beabsichtige die "Verabschiedung eines Grundsatzabkommens zu gegebener Zeit". Die geplante Transaktion stehe zudem unter dem Vorbehalt erfolgreicher Verhandlungen und der Genehmigungen der Behörden.

Umstrukturierungen am Himmel über Deutschland

Am Freitagabend war bereits nach einer Aufsichtsratssitzung der Tuifly bekanntgeworden, dass die Fluggesellschaft in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad mit einer anderen Airline integriert werden soll. Arbeitnehmervertreter befürchten nun einen Jobabbau. Vermehrte Krankmeldungen der Tuifly-Crews führten dann zu Wochenbeginn bei Tuifly und Air Berlin zu Flugausfällen und Verspätungen.

© dpa, Julian Stratenschulte Lesen Sie auch: Crew-Krankmeldungen halten Tuifly am Boden

Air Berlin hatte erst vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie bis zu 1200 Mitarbeiter entlassen und einen Teil ihrer Flotte an die Lufthansa abgeben will. Lufthansa will bis zu 40 Flugzeuge der zweitgrößten deutschen Airline samt Besatzungen für sechs Jahre anmieten. Der Großteil soll für die Billigtochter Eurowings fliegen, wie Lufthansa damals mitteilte.

Air Berlin will sich auf das Kerngeschäft mit einer Flotte von 75 Maschinen von den beiden Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf aus konzentrieren. Damals hieß es bereits, das Touristikgeschäft mit 35 Flugzeugen solle in einem eigenen Geschäftsbereich zusammengefasst werden.

Von: dh, AFP, dpa
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