Tüv: Sprengstoffsuchgeräte am Airport München sind unbedenklich

18.07.2016 - 12:10 0 Kommentare

Zu den in der Kritik stehenden Sprengstoffsuchgeräten am Flughafen München gibt es jetzt ein Tüv-Gutachten: Es bescheinigt, dass die Geräte ungefährlich sind. Aufgrund von Krankmeldungen waren sie zeitweise nicht im Einsatz.

Am Flughafen München wird ein Laptop auf Sprengstoff getestet. - © © dpa - Frank Leonhardt

Am Flughafen München wird ein Laptop auf Sprengstoff getestet. © dpa /Frank Leonhardt

Der Tüv Süd hat bestätigt, dass die in der Kritik stehenden Sprengstoffsuchgeräte am Münchner Flughafen ungefährlich sind. Bei ihren Messungen Ende Mai und Anfang Juni im Echtbetrieb hätten die Prüfer keine gesundheitsgefährdenden Ausdünstungen aus den Detektoren feststellen können, berichtete die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung.

Ein Sprecher des bayerischen Innen- und Verkehrsministeriums bestätigte die Angaben, verwies aber darauf, dass weitere Messungen folgen. Ressortchef Joachim Herrmann (CSU) hatte mehrfach betont, die Geräte seien nicht zu beanstanden - gleichzeitig aber neue Messungen angekündigt.

Dem Medienbericht zufolge informierte die Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München (SGM) in der vergangenen Woche ihre Mitarbeiter über einen Aushang. Laut SGM-Geschäftsführung wurden in der Umgebung der Geräte flüchtige organische Verbindungen, Formaldehyd und Acetaldehyd nur in geringen Konzentrationen gemessen. Richtwerte seien dabei nicht überschritten worden. "Maßnahmen zur Verringerung der Konzentrationen sind nicht erforderlich", heiße es im zitierten Gutachten.

© dpa, Frank Leonhardt Lesen Sie auch: Erneut Wirbel um Sprengstoff-Suchgeräte am Airport München

Die neuen Geräte waren im Herbst in Betrieb genommen worden. 200 SGM-Mitarbeiter meldeten sich daraufhin wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen - etwa wegen "Geruchserscheinungen" oder "Befindlichkeitsstörungen". 99 wurden krankgeschrieben. Die Geräte wurden vorsorglich aus dem Verkehr gezogen - später allerdings wieder freigegeben. Die Opposition kritisierte den Einsatz zuletzt scharf.

Von: ch, dpa
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