Türkei-Krise und Terrorangst: Sommer-Buchungen bei Thomas Cook gehen zurück

27.09.2016 - 10:05 0 Kommentare

Weniger Buchungen bei Thomas Cook: Der Reisekonzern spürt die Folgen der Türkei-Krise und der Terroranschläge. Auch in Deutschland sind die Zahlen rückläufig.

Gebäude von Thomas Cook. - © © Thomas Cook -

Gebäude von Thomas Cook. © Thomas Cook

Die Terroranschläge in Europa und die Krise in der Türkei haben Europas zweitgrößtem Reiseveranstalter Thomas Cook den Sommer verdorben. Die Zahl der Buchungen sei im Vergleich zum Sommer 2015 um vier Prozent gesunken, teilte das Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor jetzt auf Basis der Zahlen vom 17. September mit.

Außer in Großbritannien sammelte der Tui-Rivale in allen Regionen weniger Buchungen ein. Bei den Kunden aus Deutschland wurde der Veranstalter sechs Prozent weniger Pauschalreisen los als ein Jahr zuvor.

Vorstandschef sieht Konzern auf Kurs

Deutliche Einbußen verursachten vor allem die Krise in der Türkei mit tödlichen Anschlägen und politischen Verwerfungen sowie die Terrorattacken in Brüssel. In Belgien seien die Reisebuchungen deutlich zurückgegangen, hieß es.

Aus Kontinentaleuropa zählte Thomas Cook neun Prozent weniger Kunden und nahm je Reise im Schnitt drei Prozent weniger ein als im Vorjahreszeitraum. Nur die Kunden aus Großbritannien buchten ein Prozent mehr Reisen.

© Thomas Cook, Lesen Sie auch: Terroranschläge belasten Sommergeschäft von Thomas Cook

Vorstandschef Peter Fankhauser sieht den Konzern auf Kurs, das im Juli gekappte Gewinnziel für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr zu erreichen. Demnach soll der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) 300 Millionen britische Pfund (346 Millionen Euro) erreichen.

Mit Blick auf die bevorstehende Wintersaison zeigte sich Fankhauser nur für Nordeuropa und Großbritannien optimistisch. In Deutschland erwartet er weiterhin eine nachlassende Nachfrage, vor allem für Ziele in der Türkei.

Von: ch, dpa-AFX
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