Türkei-Geschäft treibt Fraport an

09.05.2017 - 11:31 0 Kommentare

Der Überschuss des Flughafenbetreibers Fraport wächst im ersten Quartal spürbar. Dies liegt mit am Türkei-Geschäft. Auch bei den Passagierzahlen sieht sich der Konzern auf Wachstumskurs.

Fraport-Chef Stefan Schulte - © © dpa - Arne Dedert

Fraport-Chef Stefan Schulte © dpa /Arne Dedert

Der Flughafenbetreiber Fraport hat dank besserer Ergebnisse seiner Türkei-Beteiligung und der Bewertung von Finanzinstrumenten im ersten Quartal 2017 mehr verdient. So stieg der Konzernüberschuss um 34 Prozent auf rund 19 Millionen Euro. Gleichzeitig ging der operative Gewinn um sechs Prozent auf 137 Millionen Euro zurück.

Als Grund nannte Fraport Rückstellungen für ein Personalprogramm und Aufwendungen für die gerade übernommenen Flughäfen in Griechenland. Der Konzern-Umsatz legte im ersten Quartal 2017 um 3,5 Prozent auf 592,6 Millionen Euro zu. Analyst Damian Brewer vom Analysehaus RBC Capital sieht den Konzern auch auf einem guten Weg.

Überschuss von Fraport in den ersten Quartalen 2013 bis 2017
Angaben in Millionen Euro
2013 4.5
2014 6
2015 10.6
2016 15.1
2017 18.8

Quelle: Unternehmensangaben

"Im Vergleich zum durchwachsenen Jahr 2016 erleben wir 2017 eine deutliche Rückkehr zu Verkehrswachstum, und zwar sowohl durch die etablierten Netzwerk-Carrier als auch durch Low Cost-Anbieter“, so Fraport-Chef Stefan Schulte. An der Hauptbeteiligung, dem Airport Frankfurt, stieg die Zahl der Passagiere im ersten Quartal um 1,5 Prozent auf 13,1 Millionen.

An den Airports, die mit einem blauen Logo dargestellt werden, ist Fraport beteiligt oder sogar der Betreiber - für die roten Flughäfen hat der Konzern bereits den Zuschlag bekommen. (Quelle: Fraport, Stand: 3. Mai 2017)

Leichtes Umsatzwachstum fürs Gesamtjahr erwartet

Für das laufende Jahr zeigte sich der Unternehmenschef optimistisch, die Zahl der Fluggäste in Frankfurt wie geplant um zwei bis vier Prozent zu steigern. Nach einem Plus von zehn Prozent im April steht hier nach den ersten vier Monaten ein Zuwachs von 3,9 Prozent zu Buche.

Der operative Gewinn soll wie angekündigt 980 Millionen bis 1,02 Milliarden Euro erreichen. Aufgrund geplanter Investitionen erwartet Fraport einen weiteren Anstieg der Finanzschulden von rund 300 Millionen Euro.

dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Fraport ist auf der Suche nach weiteren Airport-Übernahmen

Am Finanzmarkt sorgten die Nachrichten allerdings für Ernüchterung. Die Fraport-Aktie verlor am Morgen zeitweise fast fünf Prozent an Wert. Zuletzt lag sie noch mit rund einem Prozent im Minus bei 73,45 Euro. Damit war sie aber noch immer einer der schwächsten Werte im M-Dax. Allerdings hatte die Aktie seit Jahresbeginn kräftig zugelegt.

Von: cs, mit Material von dpa
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