Trotz Streikende weiter Behinderungen am Hamburger Flughafen

05.02.2019 - 07:35 0 Kommentare

Der Warnstreik am Hamburger Airport ist am Dienstag seit Betriebsbeginn beendet. Doch viele Passagiere müssen sich anfangs noch in Geduld üben oder sich nach Alternativen zu ihrem Flug umschauen.

Blick auf den Hamburg Airport. - © © dpa - Axel Heimken

Blick auf den Hamburg Airport. © dpa /Axel Heimken

Flugreisende müssen sich auch nach dem Ende des Warnstreiks des Bodenpersonals am Hamburger Flughafen auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Zwar starteten ab 6 Uhr wieder die ersten Flugzeuge, im Laufe des Vormittags gebe es allerdings noch rund elf Ausfälle, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Dies hänge unter anderem damit zusammen, dass die Maschinen nach dem Warnstreik nicht am Flughafen bereitstünden.

Hamburg Airport bat alle Passagiere, sich vorab bei ihrer Fluggesellschaft zu informieren. "Wir gehen davon aus, dass sich im Laufe des Tages der Flugplan normalisiert", sagt Pressesprecherin Katja Bromm.

Am Montag fiel ein Großteil der Flüge aus

Am Vortag hatte der Warnstreik den Flugverkehr in der Hansestadt weitgehend lahmgelegt. Am Nachmittag mussten alle geplanten Landungen abgesagt werden, weil die Abfertigung der Flüge mit den verbliebenen Beschäftigten nicht mehr gewährleistet werden konnte, wie der Flughafen mitteilte. 220 von 388 geplanten Flügen wurden gestrichen.

Grund für den kurzfristig angekündigten, 24-stündigen Warnstreik war das nach Ansicht von Verdi unzureichende Arbeitgeberangebot in der laufenden Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg (AVH). Verdi fordert für die fast 1000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste eine monatliche Tariferhöhung von 275 Euro für alle. Die Arbeitgeberseite reagierte empört auf den kurzfristigen Streik, den Verdi erst am Sonntagnachmittag angekündigt hatte.

© dpa - Bildfunk, Ralf Hirschberger Lesen Sie auch: Hamburg: Mehr als die Hälfte der Flüge fällt streikbedingt aus

Von: pra
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