Trotz Schließungs-Plänen: Verbindung von Tempelhof nach Graz wird eingerichtet

30.09.2006 - 10:00 0 Kommentare

Berlin (ddp-bln). Ein Jahr vor der geplanten Schließung des Flughafens Tempelhof hat die österreichische Billigfluggesellschaft Intersky von dort eine neue Verbindung nach Graz eingerichtet. Das Unternehmen bekräftige damit sein Bekenntnis zum Standort Tempelhof, betonte Intersky-Inhaberin Renate Moser am Freitag in der Hauptstadt. Der City-Flughafen sei für die dort operierenden Airlines lebenswichtig.

Moser zeigte sich überdies davon überzeugt, dass Berlin nur eine Chance habe «die größte zusammenhängende Immobilie Europas zu vermarkten, wenn der Flugbetrieb aufrechterhalten» werde. Für den Fall der Schließung von Tempelhof vor der geplanten Eröffnung des Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) Ende Oktober 2011 käme für Intersky nur eine Umsiedlung nach Tegel in Frage. «Ich weiß aber nicht, wo man uns dort unterbringen will», sagte Moser. Auf jeden Fall sei ein Umzug mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden.

Intersky zählt zu den Fluggesellschaften, die vergangenen Donnerstag beim Berliner Oberverwaltungsgericht Klage gegen die beabsichtige Schließung Schönefelds eingereicht haben. «Wir rechnen damit, gute Chancen zu haben», sagte Moser.

Intersky fliegt Graz von Tempelhof zunächst vier Mal wöchentlich an. Eine Ausweitung der Verbindung auf sechs Flüge wöchentlich werde je nach Geschäftsverlauf erwogen, ergänzte Moser. Maschinen der Gesellschaft fliegen außerdem von Tempelhof nach Friedrichshafen am Bodensee.

Von: ddp
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