Trierer Investor hat Übernahme von weiterem Flughafen im Blick

05.09.2016 - 16:21 0 Kommentare

Den Flughafen Zweibrücken hat das Trierer Immobilienunternehmen Triwo bereits übernommen. Nun will es wohl auch den Hunsrück-Airport Hahn kaufen. Triwo hat bereits einstige Airports als Gewerbeparks weiterentwickelt.

Vor kreuzenden Flugzeugen warnt ein Schild auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt-Hahn. - © © dpa - Fredrik von Erichsen

Vor kreuzenden Flugzeugen warnt ein Schild auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt-Hahn. © dpa /Fredrik von Erichsen

Die Zweibrücker Flughafen-Eigentümerin Triwo AG will auch den Hunsrück-Airport Hahn kaufen. Das Trierer Immobilienunternehmen äußerte sich am Montag nicht dazu, gehört aber nach Informationen der dpa zu den 13 Bietern beim zweiten Anlauf für den Hahn-Verkauf. Die Triwo, die auch die ehemaligen Militärflughäfen Zweibrücken in der Pfalz, Mendig in der Osteifel und Pferdsfeld bei Bad Sobernheim erworben hat, ist allerdings nicht im Flughafengeschäft unterwegs. Vielmehr hat sie ihre einstigen Airports als Gewerbeparks weiterentwickelt.

Branchenkenner glauben, dass auch der hoch defizitäre Hahn als große Gewerbefläche ohne regelmäßigen Flugbetrieb enden könnte. Über das Interesse der Triwo an dem Hunsrück-Airport hatten bereits die Koblenzer "Rhein-Zeitung" und der SWR berichtet. Triwo-Vorstandschef Peter Adrian, der auch Präsident der Trierer Industrie- und Handelskammer (IHK) ist, kennt den Flughafen Hahn gut: Er war Geschäftsführer der dortigen Entwicklungsgesellschaft. Diese soll sich um die Vermarktung von einzelnen Grundstücken kümmern.

Der einstige US-Fliegerhorst Hahn gehört zum Großteil Rheinland-Pfalz und zum kleinen Teil Hessen. Der erste Verkaufsversuch platzte spektakulär, weil sich die Käuferin, eine chinesische Firma, als mutmaßliche Betrügerin entpuppte.

© dpa, Oliver Dietze Lesen Sie auch: Steuerzahlerbund: Flughafen Zweibrücken wurde "verramscht"

Von: dpa, gk
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