Triebwerksbauer rechnet mit deutlich steigendem Gewinn

14.12.2016 - 11:35 0 Kommentare

MTU peilt ab 2018 deutlich höhere Gewinne und Dividenden an. Sowohl der Verkauf neuer Triebwerke als auch das Wartungsgeschäft werden kräftig anziehen, prognostiziert das Unternehmen.

Reiner Winkler - © © MTU -

Reiner Winkler © MTU

Der Münchner Triebwerksbauer MTU peilt nach hohen Investitionen der vergangenen Jahre ab 2018 deutlich steigende Gewinne und Dividenden an. Dank eines profitableren Geschäfts mit neuen Triebwerken, Ersatzteilen und Wartung dürften der operative Gewinn und das Nettoergebnis dann stärker steigen als der Umsatz, kündigte Vorstandschef Reiner Winkler jetzt beim Investorentag in Rzeszów an. Das Unternehmen habe dann die Möglichkeit, die Anteilseigner nachhaltig stärker am Erfolg zu beteiligen, hieß es. Die mittelfristige Prognose gilt bis zum Jahr 2025.

Ihre genauen Erwartungen für das Jahr 2017 will MTU bei der Vorlage der Jahresbilanz für 2016 am 23. Februar veröffentlichen. Den stärksten Zuwachs erwartet der Vorstand 2017 bei der Wartung von Triebwerken für Verkehrsflugzeuge, deren Umsatz im niedrigen Zehner-Prozentbereich zulegen soll.

Die Erlöse aus dem Verkauf neuer Triebwerke sollen im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Beim Ersatzteilumsatz erwartet MTU ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich. Im Militärgeschäft dürften die Erlöse hingegen um einen mittleren einstelligen Prozentsatz schrumpfen.

© dpa, Peter Steffen Lesen Sie auch: Triebwerksbauer MTU hebt Gewinnerwartung ein zweites Mal an

"Summa summarum stellen wir auch zum Ende der Investitionsphase anhaltend profitables Wachstum in Aussicht", sagte Winkler. Die Münchner sind an Entwicklung und Bau von Triebwerken für wichtige Flugzeugtypen von Boeing und Airbus beteiligt, darunter der Airbus A380 und die Boeing 747-8.

Den Löwenanteil machen die Antriebe des Mittelstreckenjets Airbus A320 und dessen Neuauflage A320neo aus. Für den A320neo-Antrieb, der unter der Führung des US-Herstellers Pratt & Whitney entwickelt wurde, hat MTU eine neue Endfertigungslinie eingerichtet.

Derzeit arbeitet MTU zusammen mit Lufthansas Wartungssparte Lufthansa Technik am Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens für die Instandhaltung des A320neo-Antriebs.

Von: dpa-AFX, gk
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