Flugbegleiter sagen Streiks bei Eurowings ab

31.10.2016 - 16:50 0 Kommentare

In dieser Woche wird es keine Streiks der Flugbegleiter bei der Eurowings geben. Das teilte die Gewerkschaft Ufo mit. Den Konflikt soll jetzt ein in der Branche bekannter Schlichter lösen.

Ein Passagier der Eurowings steht in Köln auf dem Flughafen am Schalter der Fluggesellschaft.  - © © dpa - Oliver Berg

Ein Passagier der Eurowings steht in Köln auf dem Flughafen am Schalter der Fluggesellschaft. © dpa /Oliver Berg

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings wird es in dieser Woche trotz der gescheiterten Schlichtungsverhandlungen keine neuen Streiks der Flugbegleiter geben. Stattdessen soll der bereits beim Mutterkonzern erfolgreiche Schlichter Matthias Platzeck die Gespräche wieder in Gang bringen, schlug die Kabinengewerkschaft Ufo jetzt vor. Ursprünglich hatte sie für diese Woche mit zwei weiteren Streiktagen gedroht, die nun nicht stattfinden.

Ufo forderte den Lufthansa-Vorstand in einem offenen Brief zu einem Gespräch auf, an dem auch Matthias Platzeck teilnehmen soll, wie Baublies weiter sagte. "Es muss einen Befriedungsversuch geben", sagte der Gewerkschaftschef. Das Management von Eurowings sei "offensichtlich überfordert" in dem Streit. Platzeck ist demnach grundsätzlich bereit zur Vermittlung.

Ein Eurowings-Sprecher begrüßte die Rückkehr von Ufo an den Verhandlungstisch. Die Fluggesellschaft habe immer ihre Gesprächsbereitschaft zur Lösung des Tarifkonflikts signalisiert. Deshalb sei der Schritt "zurück an den Tariftisch ein gutes Signal".

Gespräche bringen keine Annäherung

Zuvor hatte ein Treffen zwischen der Ufo und der Lufthansa-Billigtochter Eurowings keine Annäherung gebracht. Nach Angaben beider Seiten hatte man sich nicht auf einen Themenkreis einigen können.

Die Gewerkschaft habe das Angebot von Eurowings, die offenen Tarifvertragsthemen durch eine Schlichtung zu klären, "erneut nicht angenommen", teilte Jörg Beißel, Geschäftsführer Personal der Eurowings, mit. Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies bezeichnete diese Stellungnahme jedoch als "sachlich falsch", sie sei eine "Provokation".

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: Flugbegleiter-Streik bei Eurowings wird nächste Woche fortgesetzt

Die Flugbegleiter von Eurowings und Germanwings hatten am Donnerstag ihre Arbeit niedergelegt und anschließend mit zwei weiteren Streiktagen in der laufenden Woche gedroht, falls es keine Einigung gebe. Von dem Streik an mehreren deutschen Flughäfen waren 40.000 Passagiere betroffen.

Für Germanwings wird ein Verhandlungstermin gesucht

Mit Blick auf den Konflikt um einen Teilzeit-Tarifvertrag bei Germanwings forderte Beißel die Gewerkschaft auf, schnellstmöglich einen Verhandlungstermin zu bestätigen. Ihr seien mehrere Terminvorschläge übermittelt worden.

In dem Tarifstreit bei der Eurowings GmbH geht es um die Gehälter und die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter. Bei Germanwings geht es um Teilzeitregelungen für die Kabinenmitarbeiter. Beide Airlines sind für die Lufthansa-Billigmarke Eurowings unterwegs.

Von: ch, AFP, dpa
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