Transavia erwägt weitere Basen in Deutschland

10.03.2016 - 13:31 0 Kommentare

Mit einer neuen Basis in München will Transavia ab Ende März in Deutschland Fuß fassen und weiter wachsen. Der Low-Cost-Carrier von Air France/KLM setzt dazu zukünftig verstärkt auch auf Vertriebspartner.

Boeing 737-800 in den Farben der Transavia.

Boeing 737-800 in den Farben der Transavia.
© AirTeamImages.com - Dave Sturges

Roy Scheerder, CCO Transavia, Michael Kerkloh, Chef des Flughafen München, und Mattijs ten Brink, CEO Transavia (von links).

Roy Scheerder, CCO Transavia, Michael Kerkloh, Chef des Flughafen München, und Mattijs ten Brink, CEO Transavia (von links).
© Flughafen München

Transavia startet Ende März mit einer Basis in München. Kurz vor der Eröffnung zeigt sich der Billigflieger von Air France/KLM nun optimistisch. Die Buchungszahlen lägen über den Erwartungen, sagte Transavia-CCO Roy Scheerder auf der ITB gegenüber airliners.de: Die Kapazitäten des Sommerflugplans seien bereits zu gut einem Viertel verkauft.

Entsprechend zuversichtlich ist Transavia für die zukünftige Weiterentwicklung im deutschen Markt. "Es gibt in Deutschland ein großes Potenzial", ist sich Scheerder sicher: Deutschland sei im Vergleich zu anderen Märkten noch unterversorgt in Sachen Low Cost.

© Transavia, Lesen Sie auch: "Low-Cost ist nach wie vor unterrepräsentiert in München"

Daher will Transavia weiter expandieren. Man schaue sich etliche potenzielle Standorte für neue Basen in Deutschland an, sagte Scheerder. Bis 2018 sollen fünf bis sieben zusätzliche Stationen in ganz Europa eröffnet werden. Ziel sei eine Etablierung unter den größten fünf pan-europäischen Billigfliegern.

Vertriebskooperation mit deutschem Reiseveranstalter

Beim Vertrieb setzt Transavia in Deutschland auf direkten Einzelplatzverlauf sowie auf Vertriebspartner. Auf der ITB hat die Airline zudem gerade eine Kooperation mit einem ersten Reiseveranstalter geschlossen: FTI wird Transavia-Deutschlandflüge in ihr Produktportfolio integrieren.

Besonders Warmwasserziele wie etwa Mallorca oder Faro hätten sich im Vorverkauf ab München als sehr beliebt erwiesen, freut sich Scheerder. Nur bei einem Ziel musste Transavia kurzfristig umdisponieren: Statt wie ursprünglich angekündigt nach Bologna geht es ab München nun bald auch nach Alicante.

Die neuen Ziele der Transavia ab München: Alicante, Bari, Brüssel, Catania, Dubrovnik, Eindhoven, Faro, Kopenhagen, Lissabon, Mallorca, Marrakesch, Neapel, Palermo, Pisa, Porto, Sevilla, Valencia und Venedig.

Die niederländisch-französische Lowcost Airline hat für die Station in München ein Flugprogramm von insgesamt 19 Routen angekündigt. Dazu sollen bis Mai insgesamt vier fabrikneue Boeing 737-800 vor Ort stationiert werden, die zwar unter niederländischer Betriebslizenz, aber mit deutschen Crews betrieben werden. In Deutschland registrierte Maschinen sind nach Scheerders Worten derzeit nicht geplant.

Von: dh
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