Touristik-Verband fordert Aus der Luftverkehrssteuer

01.09.2017 - 10:40 0 Kommentare

Der Bundesverband der Tourismuswirtschaft formuliert seine Wünsche an die nächste Bundesregierung. Neben einem Ende der umstrittenen Ticketsteuer äußert sich der BTW auch zum Poker um die insolvente Air Berlin.

Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft. - © © Tui AG -

Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft. © Tui AG

Die deutsche Tourismusbranche fordert von der neuen Bundesregierung ein Ende wachstumshemmender Belastungen. "Wir gehören nicht mehr zu den Turbomotoren der deutschen Wirtschaft, obwohl die Reisefreude der Deutschen es weiter zuließe", sagte der Präsident des Bundesverbands der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Frenzel.

Sorgenkind seien - unabhängig von der Insolvenz von Air Berlin - die deutschen Fluggesellschaften, deren Anteil auf dem Heimatmarkt sinke. Die seit 2011 fällige Ticketsteuer für Starts von deutschen Flughäfen müsse abgeschafft werden. Als Damoklesschwert schwebe eine mögliche Autobahnmaut für Fernbusse über der Branche.

BTW sieht keine Monopol-Gefahr

Mit Blick auf Gespräche der Lufthansa und anderer Interessenten über eine Übernahme von Geschäftsteilen von Air Berlin sagte BTW-Präsident Frenzel, er sehe die Gefahr einer Monopolisierung als gering an. Darauf würden die Wettbewerbsbehörden stark achten. Die Zeiten großer nationaler Carrier seien ohnehin vorbei.

© dpa, Federico Gambarini Lesen Sie auch: Air-Berlin-Pleite: Ursachen und drohende Probleme Apropos (19)

Das Geschäft mit dem lange beliebten Reiseziel Türkei sieht die Branche mit Sorge, wie der Präsident des Deutschen Reiseverbands, Norbert Fiebig, deutlich machte. Buchungen gingen seit drei Jahren deutlich zurück. Neben Sicherheitsgedanken spiele dabei zusehends eine Rolle, dass Kunden die politische Entwicklung kritisch sehen.

© Sunexpress, Lesen Sie auch: Airlines sehen keinen "Türkei-Knick"

Von: cs, dpa
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