Beruf & Karriere

Tourismusexperten haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt

17.02.2014 - 11:33 0 Kommentare

Tourismusexperten sind auch in der Luftfahrt wichtig. Welche Möglichkeiten es für einen Quereinstieg in die Branche oder eine Weiterbildung unter anderem gibt, darum geht es in unserer heutigen "Beruf & Karriere"-Rubrik.

Fluggastbetreuung am Flughafen. - © © Fotolia.com - Picture-Factory

Fluggastbetreuung am Flughafen. © Fotolia.com /Picture-Factory

Der Weg in die Tourismusbranche führt für viele über die klassische, duale Erstausbildung. Doch Interessenten an einem Job beispielsweise als Tourismuskaufmann oder Servicekaufmann im Luftverkehr stehen auch andere Möglichkeiten offen. Umschulungen sowie Weiterbildungen - in Vollzeit oder berufsbegleitend - zählen dazu. Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben die Absolventen, wie eine Umfrage unter Bildungsträgern ergab.

Eine zweijährige Umschulung zum Tourismuskaufmann (Privat- und Geschäftsreisen) ist zum Beispiel über das Arbeitsamt möglich. Zugangsvorrausetzung ist ein mittlerer Bildungsabschluss, Abitur von Vorteil. Wer eine abgeschlossene Ausbildung oder ausreichende Berufspraxis im kaufmännischen oder im gewerblich-technischen Bereich oder ein abgebrochenes Hochschulstudium vorweisen kann, erfüllt ebenfalls eine wichtige Zugangsvorrausetzung.

Wer bereits über eine mehrjährige Berufserfahrung im kaufmännischen beziehungsweise Verwaltungsbereich verfügt, kann sich beispielsweise auch berufsbegleitend auf die IHK-Prüfung zum Servicekaufmann im Luftverkehr fitmachen lassen. Je nach Bildungsträger und Ausbildungstagen pro Monat dauert ein Kurs zwischen acht und 18 Monaten. Auch in Sachen Weiterbildung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer in der Branche aufsteigen möchte, kann sich unter anderem zum Tourismusfachwirt qualifizieren lassen.

© ITB Lesen Sie auch: Beruf & Karriere: ITB Berlin informiert über Jobaussichten in der Tourismusbranche

Umschulungen beispielsweise zum Tourismuskaufmann oder Servicekaufmann im Luftverkehr bietet unter anderem die Schule für Tourismus (SFT) an. Absolventen können sich nach der Umschulung sofort bewerben, händeringend werden in der Branche gut ausgebildete Mitarbeiter gesucht, sagt Peter Schmidmaier von der Berliner SFT. Von der momentanen Bewerbernachfrage für eine Ausbildung zum Tourismuskaufmann sei die SFT selbst ein wenig überrascht.

Der Beruf führe klassischerweise zu einem Job in einem Reisebüro. Doch Reisebüros sahen sich in den vergangenen Jahren mit wachsender Online-Konkurrenz konfrontriert. Dennoch: “Wir haben volle Klassen wie lange nicht”, stellt Schmidmaier fest. Für ihn sind vor allem zwei Gründe für diesen Trend verantwortlich. Zum einen wollen Reisende wieder mehr eine professionelle und persönliche Beratung. Zum anderen setzen auch Reiseportale im Internet selbst vermehrt auf Profis wie Tourismuskaufleute. Bedarf haben auch beispielsweise die Service-Center von Fluggesellschaften. Auch der tendenziell steigende Geschäftsreiseverkehr sei zunehmend ein wichtiges Feld für Tourismus-Experten.

Flexibilität ist gefragt

Etwas anders sieht die Situation beim Bildungsträger Trainico aus, der seinen Hauptsitz im brandenburgischen Wildau hat. Die Umschulung zum Tourismuskaufmann sei in diesem Jahr wegen mangelnder Nachfrage aus dem Programm genommen worden, hieß es auf Nachfrage. Servicekaufleute für Luftfahrt und Luftverkehrskaufleute seien hingegen auf dem Markt weiter stark nachgefragt, so Grit Steckmann vom Trainico-Presseteam. Um zu einem Job zu kommen, sei aber bei den Bewerbern unter anderem auch Flexibilität gefragt - und daran hapere es mitunter.

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Ausschließlich Mitarbeitern von Fluggesellschaften, Abfertigungsgesellschaften und Flughafenbetreibern sowie fliegendem Personal steht ein weiteres Angebot offen. Berufsbegleitend können sich Interessenten aus diesen Personengruppen in eineinhalb Jahren auf die externe IHK-Prüfung zum Servicekaufmann im Luftverkehr oder zum Luftverkehrskaufmann vorbereiten lassen. Voraussetzung ist, dass man zum Zeitpunkt der Anmeldung zur IHK-Prüfung über mindestens viereinhalb Jahre Berufserfahrung in der Airlinebranche verfügt.

Die Entscheidung für diese Weiterbildung hat für viele einen bestimmten Grund, weiß Petra Weigand-Datz, Chefin der Schule für Touristik in Frankfurt. Ein Abschluss belege die persönliche Qualifikation und diene so als Absicherung für den weiteren Berufsweg. Und die Nachfrage ist da: “Unsere Kurse sind immer voll”, sagte sie. Ein Abschluss sei vor allem in Frankfurt gefragt. Die Absolventen “gehen weg wie warme Semmeln”, so Weigand-Datz. Eine ähnliche Situation gebe es auch in München und Köln.

Sie empfiehlt dementsprechend allen, die die Voraussetzungen für die externe IHK-Prüfung erfüllen, über eine Weiterbildung zum Servicekaufmann im Luftverkehr oder zum Luftverkehrskaufmann nachzudenken. Umschulungen zu diesen Berufen gibt es übrigens im Rhein-Main-Gebiet nicht. Dazu sei die regionale Arbeitslosenquote schlicht zu gering, so Weigand-Datz.

Von: airliners.de
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