Thomas Cook zählte im Winter weniger Gäste

10.05.2007 - 10:00 0 Kommentare

Oberursel/Düsseldorf (dpa) - Europas zweitgrößter Tourismuskonzern Thomas Cook hat im Winter erneut einen Rückgang bei den Gästezahlen verbucht. Von November bis Ende Januar ergab sich ein Minus von 0,8 Prozent, heißt es in den Börsenunterlagen für die anstehende Fusion mit der britischen My Travel. Im Vorjahreszeitraum waren nach früheren Angaben 1,3 Millionen Menschen mit Thomas Cook gereist, was damals ein Minus von 5,1 Prozent bedeutete.

Nach Einschätzung von Thomas-Cook-Eigentümer KarstadtQuelle liegt das Reisegeschäft allerdings im Plan. Thomas Cook habe seine «gute Position im europäischen Markt gefestigt», erklärte KarstadtQuelle- Vorstandschef Thomas Middelhoff am Donnerstag anlässlich der Hauptversammlung von KarstadtQuelle in Düsseldorf. Zu Thomas Cook gehören Marken wie Neckermann Reisen oder Condor.

Die Buchungen für die anstehende Sommersaison liegen auf Grund von Sondereffekten ebenfalls etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Mit Stand 14. April waren 55 Prozent der Kapazitäten verkauft, heißt es in den Unterlagen. Die Buchungen lagen in Kontinentaleuropa sanken damit um sieben Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren allerdings erstmals sehr frühe Kataloge veröffentlicht worden, was den Vergleich verzerrt.

Der Umsatz von Thomas Cook blieb mit 1,1 Milliarden Euro im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006/2007 (31. Oktober) nahezu stabil. Der Rückgang der Gästezahlen sei durch einen Anstieg der Verkaufspreise von im Schnitt 0,6 Prozent zum Teil ausgeglichen worden, hieß es.

Der saisonal übliche operative Verlust (EBITDA) stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres von 83 auf 120 Millionen Euro. Hier wirkten sich vor allem Sondererlöse durch Anteilsverkäufe im Vorjahresquartal aus. Der Nettoverlust sank allerdings von 88 auf 70 Millionen Euro.

Im Gegensatz zu den Vorjahren verzichtete Thomas Cook für das Quartal auf die eigenständige Vorlage der Geschäftszahlen. Der Konzern soll nach der Fusion mit My Travel künftig seinen Sitz in London haben. KarstadtQuelle würde dann noch 52 Prozent der Anteile halten. Im Rahmen dieser Transaktion waren vor wenigen Tagen Kerndaten zum Quartalsverlauf für die Börsen veröffentlicht worden. Zuvor hatte KarstadtQuelle von Lufthansa deren 50-Prozent-Anteil an Thomas Cook gekauft.

Von: dpa
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