Thomas Cook will deutsche Reisebüros in Joint Venture auslagern

26.10.2006 - 10:00 0 Kommentare

Oberursel (dpa) - Der Tourismuskonzern Thomas Cook will seine defizitären Reisebüros in Deutschland auslagern. Geplant sei die Gründung eines Joint Ventures mit der auch im Reisemarkt tätigen Raiffeisen-Volksbank Altötting, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Oberursel mit. Dadurch sollen die 500 Arbeitsplätze in den Reisebüros langfristig gesichert werden. Über das Beteiligungsverhältnis in der Partnerschaft werde noch verhandelt, ein grundsätzliches Einverständnis sei aber bereits erzielt worden.

Die konzerneigenen Reisebüros erwirtschaften seit Jahren Verluste. Durch die Kooperation hofft Thomas Cook, künftig «flexibler und effizienter agieren zu können», sagte ein Sprecher. Zu der Raiffeisen-Volksbank Altötting bei München gehört bereits das Unternehmen RT-Reisen. Außerdem betreiben Thomas Cook und die Bank gemeinsam schon ein Joint Venture mit Reisebüros, an dem beide Partner jeweils 50 Prozent der Anteile halten.

In Frankreich will Thomas Cook bei der dortigen Tochter im Management innerhalb von ein bis zwei Jahren rund 150 Stellen streichen. Betroffen seien die Zentralfunktionen. Für Restrukturierungskosten werde das Unternehmen daher Rückstellungen in Höhe von 14 Millionen Euro bilden. Thomas Cook (Neckermann Reisen, Condor) ist eine Tochter der Deutschen Lufthansa und von KarstadtQuelle. Derzeit wird unter anderem darüber verhandelt, ob der Konzern in eine Fluggesellschaft und einen Reiseveranstalter zerschlagen oder komplett an KarstadtQuelle verkauft wird.

Von: dpa
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