Thomas Cook verringert Verlust im 1. Halbjahr

27.06.2007 - 10:00 0 Kommentare

LONDON (dpa-AFX) - Der neu formierte Reisekonzern Thomas Cook Group Plc hat im ersten Halbjahr 2006/07 seinen Verlust verringert. Zugleich zeigte sich der Konzern zuversichtlich, seine Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Trotz der schwierigen Lage vor allem auf dem britischen und deutschen Markt sowie hoher Treibstoffkosten sei der operative Verlust in den Monaten November bis April ausgenommen Sonderposten proforma um 7 Prozent auf 323,1 Millionen Euro gesunken, teilte der Konzern am Mittwoch in London mit.

Vor Steuern wies Thomas Cook einen Proforma-Verlust von 293 Millionen Euro (Vorjahr: 318,4) aus. Unter dem Strich verringerte sich der Fehlbetrag auf 177,2 (260,4) Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich nur leicht von 4,06 auf 4,08 Milliarden Euro.

Der Reiseanbieter war aus der Fusion der KarstadtQuelle-Tochter Thomas Cook und dem britischen Konkurrenten MyTravel entstanden. Das Unternehmen hat seinen Sitz in London und ist dort auch seit vergangener Woche an der Börse gelistet. Die Mehrheit der Anteile liegt aber noch in der Hand des Essener Handelskonzerns.

BUCHUNGEN - KAPAZITÄTEN

Die Situation bleibe über den Sommer hin in einigen Märkten schwierig, teilte Thomas Cook mit. In Großbritannien, dem wichtigsten Einzelmarkt, lagen die Sommerbuchungen um 5 Prozent unter dem Vorjahr. Der Konzern reduziert seine Kapazitäten entsprechend um den gleichen Prozentsatz. In der Region Kontinentaleuropa, zu der auch Deutschland zählt, gingen die Buchungen um sieben Prozent zurück. Auch auf dem deutschen Markt werde es Anpassungen bei den Kapazitäten geben, kündigte der Konzern an. Das Geschäft mit den Flugreisen in Deutschland laufe zögerlich. Derzeit verzeichnet die Gruppe, zu der auch die Fluggesellschaft Condor gehört, einen Rückstand bei den Buchungen von neun Prozent.

Bei der Integration von Thomas Cook und MyTravel mache der Konzern große Fortschritte, sagte Vorstandschef Manny Fontenla Novoa. Thomas Cook hatte am Vortag angekündigt, in Großbritannien rund 150 Reisefilialen und sechs Standorte zu schließen. Das resultiert in dem Abbau von 2.500 bis 2.800 Arbeitsplätzen.

Von: dpa-AFX
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