Thomas Cook verkauft L TUR-Anteil

19.06.2009 - 16:54 0 Kommentare

Europas zweitgrößter Reiseveranstalter Thomas Cook hat den Verkauf ihres zehnprozentigen L'TUR-Anteils an deren Gründer Thomas Kögel beschlossen. Die Marke Condor bleibe aber fester Bestandteil im Programm von L'TUR.

Thomas Cook trennt sich von seiner zehnprozentigen Beteiligung an der TUI-Tochter L'TUR. Karlheinz Kögel, der Gründer des Last-Minute-Anbieters L'TUR, übernehme den Anteil und stocke seine Beteiligung damit von 20 auf 30 Prozent auf, teilte L'TUR am Freitag in Baden-Baden mit.

Mehrheitseigentümer bleibt mit 70 Prozent der weltweite Marktführer, die TUI-Touristiksparte TUI Travel. Einen Kaufpreis für den übernommenen Anteil nannte L'TUR nicht. Bei Thomas Cook war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Condor bleibt Bestandteil im L’TUR-Programm

«Wir wollen auch weiterhin Marktführer für Last Minute bleiben und müssen unsere Kräfte bündeln», erklärte L'TUR-Gründer Kögel in einer Mitteilung. Die Thomas-Cook-Fluglinie Condor soll auch nach der Trennung fester Bestandteil im Programm von L'TUR bleiben. Unklar ist noch, ob Kögel im Aufsichtsrat von Thomas Cook bleibt.

Kögel hatte im vergangenen Jahr den Vorsitz der L'TUR- Geschäftsführung an Markus Orth übergeben und ist seitdem Aufsichtsratsvorsitzender des von ihm gegründeten Unternehmens.

L'TUR, nach eigenen Angaben Europas Marktführer für Last Minute- Reisen, erzielte 2008 mit 753 000 Kunden einen Umsatz in Höhe von 351 Millionen Euro. Mit einem Buchungsplus im Mai von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei L'TUR positiv in die Sommersaison gestartet, so Kögel.

Von: dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Niki Lauda im A320-Cockpit Lauda will Niki zurück 

    Ob es wirklich ein offizielles Angebot wird, ist noch nicht sicher: Formel-1-Star Niki Lauda will offenbar seine Niki zurückhaben. Im Poker um die Air-Berlin-Tochter ist er aber nicht der einzige. 

    Vom 28.08.2017
  • Air Berlin schreibt seit Jahren rote Zahlen. Air-Berlin-Aufteilung geht auf die Zielgerade

    Gläubiger und Aufsichtsrat der insolventen Air Berlin beraten über insgesamt 15 Übernahmeangebote. Offenbar lassen sich nicht alle Teile der ehemals zweitgrößten deutschen Airline verkaufen. Eine aktuelle Übersicht der Bieter.

    Vom 21.09.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus