Thomas Cook erwägt Verkauf von Konzernairlines

23.02.2015 - 14:43 0 Kommentare

Stehen Condor und die anderen Thomas-Cook-Airlines zum Verkauf? Glaubt man Medienberichten aus Großbritannien, spricht der deutsch-britische Reiseveranstalter im Zuge seiner Sparmaßnahmen mit potentiellen Käufern.

Passagiere besteigen eine Maschine von Thomas Cook

Passagiere besteigen eine Maschine von Thomas Cook
© AirTeamImages.com - D. Pedley

Das erste Flugzeug wird mit dem neuen  „Sunny Heart“-Logo versehen.

Das erste Flugzeug wird mit dem neuen „Sunny Heart“-Logo versehen.
© Condor

Logo der Thomas Cook

Logo der Thomas Cook
© Thomas Cook

Das Sunny Heart wird ab heute als Logo in der Thomas Cook Group eingeführt

Das Sunny Heart wird ab heute als Logo in der Thomas Cook Group eingeführt
© Condor

Der deutsch-britische Reiseveranstalter Thomas Cook muss weiter sparen. Nach Informationen der britischen "Sunday Times" zufolge erwägt der Konzern vor diesem Hintergrund, seine Fluggesellschaften zu verkaufen. Entsprechende Sondierungsgespräche hätten bereits stattgefunden, allerdings bislang ohne Erfolg, so die Zeitung.

Thomas Cook selbst wollte die Meldung auf Anfrage nicht bestätigen. Man sehe die Thomas-Cook-Fluglinien als wichtigen Teil der Aktivitäten, teilte der Konzern in einer Stellungnahme. Man sei mit den Entwicklungen der Konzernairlines sehr zufrieden. Das neu eingeführte gemeinsame Flottenmanagement habe bereits über 100 Millionen Pfund an Einsparungen eingebracht. Dennoch sei man immer offen für Gelegenheiten, etwa für neue Partnerschaften mit anderen Fluggesellschaften.

Bei seinen Sanierungsbemühungen hatte Europas zweitgrößter Reiseveranstalter bereits die Strukturen seiner Fluggesellschaften angepasst. Condor, Thomas Cook Airlines UK, Belgium und Scadinavia wurden in ein Geschäftssegment unter einheitlicher Leitung zusammengeführt, um Synergien nutzen zu können.

© Thomas Cook, Lesen Sie auch: Überraschender Wechsel an Unternehmensspitze von Thomas Cook

Reiseveranstalter schreibt rote Zahlen

Auch wenn die Umstrukturierungen im Konzern langsam wirken, blieb das Unternehmensergebnis auch zuletzt weiter negativ. So sank der Verlust vor Steuern im ersten Quartal des Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember 2014) auf 115 Millionen Pfund - nach 161 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Überlegungen, die hauseigene Luftfahrtsparte zu verkaufen oder extern über ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem Wettbewerber betreiben zu lassen, stammen noch von der mittlerweile zurückgetretenen ehemaligen Konzernchefin Harriet Green.

Green hatte die Führung des Konzerns vor rund zwei Jahren in der schwersten Krise des Unternehmens übernommen. Dem Reiseveranstalter verordnete sie einen harten Sanierungskurs, der bereits für etliche Randbereiche das Aus bedeutete. Peter Fankhauser übernahm den Job an der Thomas-Cook-Spitze im November vergangenen Jahres und will nun den von Green entwickelten Sparkurs umsetzen.

Von: airliners.de
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