Gewinnziel bekräftigt

Thomas Cook verdient trotz Umsatzsteigerung weniger

02.12.2008 - 18:16 0 Kommentare

Europas zweitgrößter Tourismuskonzern Thomas Cook hat sein Gewinnziel trotz der abflauenden Weltkonjunktur bekräftigt. Jüngste Studien und der derzeit hohe Auslastungsfaktor stimmten zuversichtlich, dass die Verbraucher auch künftig in den Urlaub fahren würden, sagte Thomas-Cook-Chef Manny Fontenla-Novoa am Dienstag bei einer Telefonkonferenz in London. In mehreren Bereichen des Konzerns wurden aber bereits Kapazitäten abgebaut und die Preise erhöht.

Eine Boeing 767 der Condor - © © Condor -

Eine Boeing 767 der Condor © Condor

Thomas Cook hat im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 trotz Umsatzsteigerung weniger verdient. Wie das Unternehmen am Dienstag unter Verweis auf die vorläufigen Zahlen mitteilte, sank der Gewinn von 70,3 Millionen auf 64 Millionen Pfund (76 Millionen Euro). Insgesamt erwirtschaftete der Reiseveranstalter einen Umsatz von 8,8 Milliarden Pfund, knapp 12 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Währungs- und akquisitionsbereinigt lag er aber auf Vorjahresniveau.

Zugleich stieg das operative Ergebnis vor Sonderposten um nahezu 50 Prozent auf knapp 366 Millionen Pfund. Zum Konzernergebnis im ersten Jahr nach Abschluss der Fusion mit dem britischen Reiseanbieter MyTravel trugen den Angaben zufolge vor allem Kapazitätsreduzierungen sowie Absicherungen gegen Veränderungen der Treibstoffpreise und Wechselkurse bei. Endgültige Zahlen für Thomas Cook will die deutsche Konzernmutter Arcandor am 15. Dezember präsentieren.

Die Einspareffekte aus der Fusion der deutschen Thomas Cook («Neckermann», «Condor») und der britischen MyTravel sollen erhöht werden und bis 2010 bei 215 Millionen Pfund liegen. Bisher waren 155 Millionen Pfund geschätzt worden. Thomas Cook gehört mehrheitlich dem deutschen Arcandor-Konzern.

Condor entwickelt sich "gut im Vergleich zu anderen Airlines"

Das Geschäftssegment Airlines Germany, mit der Fluglinie Condor, hat sich den Angaben zufolge trotz schwieriger Rahmenbedingungen und im Vergleich zu anderen Fluggesellschaften «gut» entwickelt. Demnach stieg zwar der Umsatz um 14,3 Prozent auf mehr als 978 Millionen Pfund. Gleichzeitig sank jedoch das operative Ergebnis um 1,7 Prozent auf rund 45 Millionen Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr liege die Entwicklung im Rahmen der Erwartungen. Umfragen sowie der aktuell hohe Auslastungsfaktor stimmten zuversichtlich, dass die Verbraucher auch zukünftig in den Urlaub reisen würden, sagte Unternehmenschef Manny Fontenla-Novoa. Um höhere Preise durchzusetzen, habe das Unternehmen die Kapazitäten bereits begrenzt. Das Unternehmen sei aber flexibel, um seine Kapazitäten weiter zu reduzieren, sollte dies notwendig werden, sagte er.

Im Geschäftsfeld Airlines Germany - zu dem der Ferienflieger Condor gehört - wurde die Kapazität für die Wintersaison um 16 Prozent reduziert. Dazu wurde ein Flugzeug aus der Flotte genommen und die Mehrzahl der innerdeutschen Flüge zu Drehkreuzen aufgegeben.

Für die nächste Sommersaison wurde die Kapazität in Großbritannien um elf Prozent gekürzt, die durchschnittlichen Verkaufspreise sind acht Prozent höher als im Vorjahr. Für Deutschland machte der Konzern noch keine Angaben für die Sommersaison.

Mutterkonzern Arcandor hatte 2006 Thomas-Cook-Anteile von der Deutschen Lufthansa übernommen. Im März 2008 begann der Reiseveranstalter ein Aktienrückkaufprogramm. Derzeit hält Arcandor eigenen Angaben zufolge 52,8 Prozent der Thomas-Cook-Anteile.

Von: dpa, ddp
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