Gute Sommersaison

Thomas Cook schöpft neuen Mut

28.09.2012 - 09:47 0 Kommentare

Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat ein positives Fazit für die abgelaufene Sommersaison gezogen. Eine Trendwende ist dies jedoch noch nicht. Analysten rechnen für das Gesamtjahr mit einem heftigen Gewinneinbruch.

Passagiere besteigen eine Maschine von Thomas Cook - © © AirTeamImages.com - D. Pedley

Passagiere besteigen eine Maschine von Thomas Cook © AirTeamImages.com /D. Pedley

Nach einer guten Sommersaison wächst beim angeschlagenen Reiseveranstalter Thomas Cook neue Hoffnung. Eine tiefgreifende Trendwende gibt es aber noch nicht. Das Unternehmen bekräftigte am Freitag in Peterborough lediglich, dass die Ergebnisse im Gesamtjahr im Rahmen der Erwartungen ausfallen dürften. Analysten rechnen mit einem heftigen Gewinneinbruch. Im August hatte das Management bereits auf weiter schwierige Zeiten vorbereitet.

Die Preisentwicklung habe nun über den Erwartungen gelegen, hieß es am Freitag. Zudem seien die Buchungen im Sommer weniger gesunken, als der Konzern sein Angebot verkleinerte. Das führte zu einer besseren Auslastung. Allein die deutsche Fluglinie Condor konnte den durchschnittlichen Preis um acht Prozent anheben, die Buchungen stiegen um sieben Prozent.

Bei Thomas Cook ruhen die Hoffnungen auf der neuen Chefin Harriet Green, die nach fast einem Jahr der Übergangslösung Ende Juli ihren Job angetreten hat. Sie habe die ersten beiden Monate genutzt, um das Geschäft zu analysieren und Kunden und Mitarbeiter kennenzulernen. Ihre Strategie will sie nach bisherigen Angaben im kommenden Frühjahr vorstellen.

Im Mai hatte der angeschlagene Reiseveranstalter in seinem Kampf ums Überleben mehr Zeit von seinen Geldgebern bekommen. Der Konzern einigte sich mit den Banken dabei auf ein neues Kreditpaket über 1,4 Milliarden Pfund. Im ersten Geschäftshalbjahr (Ende März) war Thomas Cook tief in die roten Zahlen gestürzt: Im saisonbedingt ohnehin schwachen Winterhalbjahr stand unter dem Strich ein Verlust von 594 Millionen britischen Pfund. Das war fast dreimal so viel wie ein Jahr zuvor und mehr als der Rekordverlust aus dem gesamten Geschäftsjahr 2010/2011.

Von: dpa-AFX
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