Teilverkauf

Thomas Cook saniert sich

13.03.2013 - 10:22 0 Kommentare

Der deutsch-britische Reiseveranstalter Thomas Cook steckt in konzernweiten Sanierungsplänen. Neben dem Abbau von Stellen will sich der Konzern nun mit dem Verkauf von Randunternehmen gesund schrumpfen.

Leitwerk einer Thomas-Cook-Maschine - © © dpa - A. Gebert

Leitwerk einer Thomas-Cook-Maschine © dpa /A. Gebert

Der angeschlagene Reiseveranstalter Thomas Cook will sich nach dem angekündigten Stellenabbau von weiteren Unternehmensteilen trennen. Durch den Verkauf von Randbereichen sollen 100 und 150 Millionen britische Pfund (171 Mio Euro) in die Kasse kommen, wie der Tui-Konkurrent vor einer Investorenveranstaltung am Mittwoch mitteilte. Bis zum Jahr 2015 will Konzernchefin Harriet Green die jährlichen Kosten im Vergleich zu 2011 um 350 Millionen britische Pfund senken, 50 Millionen mehr als bislang angekündigt. Neue Hotel- und Reiseangebote sollen den Umsatz um eine halbe Milliarde Pfund nach oben treiben.

Das Sanierungsprogramm zielt auf das Jahr 2015. Vorbild für die Sanierung des darbenden Großbritanniengeschäfts ist das Geschäft in Kontinentaleuropa. Der neue Großbritannien-Chef Peter Fankhauser hat die deutschen Konzernmarken wie Neckermann Reisen und die Fluglinie Condor schon vor Jahren auf Gewinn getrimmt. Dies soll nun auch auf der britischen Insel gelingen. Bis 2015 soll das dortige Geschäft vor Zinsen und Steuern eine Gewinnspanne von mehr als fünf Prozent erreichen.

Bereits vor einer Woche hatte Thomas Cook angekündigt, in Großbritannien und Irland 2.500 der insgesamt rund 15.500 Vollzeitstellen zu streichen. Damit sollen die Verwaltungskosten der defizitären Sparte kräftig sinken. Von den insgesamt geplanten Einsparungen in Höhe von 350 Millionen Pfund waren im abgelaufenen Geschäftsjahr erst 60 Millionen erreicht. Zudem hat der Konzern bekannt gegeben, dass ab März die Strukturen seiner Konzern-Airlines unter einer einheitlichen Führung zusammengeführt werden.

Von: dpa-AFX
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