Thomas Cook bekommt Preiskampf in Europa zu spüren

24.09.2015 - 10:34 0 Kommentare

Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat im Sommer bei der Zahl der Kunden und den Durchschnittspreisen Federn lassen müssen. Nicht nur der Last-Minute-Trend machte dem Unternehmen zu schaffen.

Beratung in einem Reisebüro von Thomas Cook. - © © Thomas Cook -

Beratung in einem Reisebüro von Thomas Cook. © Thomas Cook

Europas zweitgrößter Reiseveranstalter Thomas Cook hat den Preiskampf um die Urlauber im Sommer zu spüren bekommen. In Kontinentaleuropa einschließlich Deutschland musste das Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluggesellschaft Condor bei der Zahl der Kunden und den Durchschnittspreisen Federn lassen, wie aus den vorläufigen Buchungsdaten für die Sommersaison vom Donnerstag hervorgeht. Dabei machten dem Unternehmen der Last-Minute-Trend, die Griechenland-Krise und der Terroranschlag in Tunesien zu schaffen. Bei den Briten konnte Thomas Cook aber höhere Preise durchsetzen.

Dabei blieb die Zahl der Kunden aus Großbritannien im Vergleich zum Sommer 2014 stabil. Im Schnitt gaben sie vier Prozent mehr für ihre Reisen mit Thomas Cook aus. Bei den reinen Flugbuchungen stiegen die Preise ebenso stark. In Kontinentaleuropa kam Thomas Cook bei den fest eingekauften Reisekontingenten auf drei Prozent weniger Gäste als im Vorjahr, die Preise sanken um ein Prozent. Die deutsche Fluglinie Condor konnte rund sieben Prozent mehr Tickets losschlagen - zu höheren Preisen, da der Anteil der Langstreckenflüge stieg.

In den meisten Märkten Kontinentaleuropas habe sich der harte Wettbewerb im Last-Minute-Geschäft niedergeschlagen, erläuterte Thomas Cook die Entwicklung. Der weltgrößte Reisekonzern Tui hatte am Mittwoch hingegen sowohl insgesamt als auch für Deutschland höhere Preise und Gästezahlen gemeldet.

© Thomas Cook, Lesen Sie auch: Buchungsausfälle schmälern Gewinn von Thomas Cook

Angesichts der Probleme in Griechenland und des Terroranschlags auf ein Hotel in Tunesien sprach Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser von einer insgesamt guten Entwicklung. Der operative Gewinn werde im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr wie erwartet ausfallen. Allerdings hatte das Management schon Ende Juli Belastungen angekündigt: Die Buchungsausfälle in Tunesien und Griechenland dürften das Ergebnis demnach mit 25 Millionen britischen Pfund (rund 34 Millionen Euro) belasten, außerdem erwartete das Management negative Währungseffekte von 39 Millionen Pfund.

Von: gk, dpa-AFX
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