Thomas Cook mit Rekordergebnis - Bekenntnis zu Condor

01.02.2007 - 10:00 0 Kommentare

Oberursel (ddp-hes). Mit einem Umsatzplus und einem Rekordergebnis hat der Reiseveranstalter Thomas Cook aus Oberursel das Geschäftsjahr 2005/06 beendet und damit seine mehrere Jahre dauernde Sanierung erfolgreich abgeschlossen. Das künftig zum Handelskonzern KarstadtQuelle gehörende Unternehmen will nach Angaben vom Donnerstag nun «aktiv» in die nächste Konsolidierungsrunde der europäischen Tourismusindustrie eingreifen. Finanzielle Mittel für Investitionen seien vorhanden, sagte Vorstandschef Manny Fontenla-Novoa.

Im Geschäftsjahr 2005/06, das bis Ende Oktober reichte, setzte der Reisekonzern 7,78 Milliarden Euro um und damit 1,6 Prozent mehr als im Geschäftsjahr zuvor. Dabei wurden nach eigenen Angaben in fast allen europäischen Märkten Marktanteilsgewinne verzeichnet. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 105,4 Millionen auf 170,8 Millionen Euro. Zum Ergebniswachstum trugen vor allem die Kernsegmente Kontinentaleuropa und Großbritannien bei, die ihre Vorsteuerergebnisse von 67,5 Millionen auf 93,0 Millionen Euro beziehungsweise von 112,8 Millionen auf 127,5 Millionen Euro verbesserten.

Die konzerneigene Fluglinie Condor verzeichnete laut Thomas Cook einen leichten Gewinnrückgang von 20,5 Millionen auf 18,0 Millionen Euro. Hauptgrund dafür sei der «exorbitant» gestiegene Ölpreis gewesen. Den Mehraufwand für Kerosin bezifferte Finanzvorstand Ludger Heuberg für den gesamten Konzern auf 161 Millionen Euro.

Bei der positiven Entwicklung des Konzernergebnisses habe sich auch die geringere Zinslast bemerkbar gemacht, sagte Heuberg. Zum ersten Mal seit Bestehen des Unternehmens habe Thomas Cook zum Bilanzstichtag ein Nettoguthaben aufgewiesen, und zwar in Höhe von 55,9 Millionen Euro. In der bevorstehenden Konsolidierungsrunde der Branche werde Thomas Cook damit «nicht als Gejagter, sondern als Jäger» dabei sein, hob Fontenla-Novoa hervor.

Gerüchte über eine geplante Trennung von der Airline Condor wies der Vorstandsvorsitzende zurück. Condor sei einer von insgesamt drei Kerngeschäftsbreichen und solle es auch bleiben, sagte er und fügte hinzu: «Wir würden gerne 100 Prozent von Condor übernehmen.» Die Airline sei strategisch wichtig für den Reisekonzern.

Nun gehe es aber erst einmal um den Abschluss der Vereinbarung mit KarstadtQuelle, sagte der Vorstandsvorsitzende. Wie bekannt, will der Handelskonzern die 50 Prozent, die die Deutsche Lufthansa an Thomas Cook hält, für 800 Millionen Euro übernehmen. Das Geschäft ist aber noch nicht abgeschlossen. In Rahmen dieser Übernahme sei eine strategische Partnerschaft zwischen Condor und Lufthansa für die kommenden zwei Jahre vereinbart worden.

Für das laufende Geschäftsjahr verzeichnete der Konzern, der sich auch einen Börsengang in den nächsten Jahren vorstellen kann, bislang eine uneinheitliche Entwicklung: Für den Winter 2006/07 gebe es derzeit ein kleines Umsatzplus, für den Sommer 2007 ein geringes Umsatzminus, sagte Thomas-Cook-Chef Fontenla-Novoa.

Von: dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Thomas-Cook-Konzernchef Peter Frankhauser. Bilanz: Condor schiebt Thomas Cook an

    Mehr Umsatz, mehr Gewinn und weniger Schulden: Thomas Cook legt im abgelaufenen Geschäftsjahr zu - und führt dies auch auf die Entwicklung bei Condor zurück. Die Tochter ist wieder in der Gewinnzone.

    Vom 22.11.2017
  • Zum Reisekonzern Thomas Cook gehören mehrere Airlines - darunter auch Thomas Cook Airlines Belgium. Thomas Cook gründet neue Airline auf Mallorca

    Thomas Cook gründet eine spanische Airline. "Thomas Cook Airlines Balearics" soll unter anderem für Condor abheben - zu günstigeren Konditionen. Zudem tauscht die deutsche Ferienfluggesellschaft Flugzeuge mit UK.

    Vom 18.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus

Mehr Nachrichten »
Anzeige schalten
Mehr Condor Jobs Mehr Stellenangebote »
Anzeige schalten »