Thomas Cook: Kunden spüren nach Terror wieder wachsende Reiselust

28.03.2017 - 11:10 0 Kommentare

Eine Serie von Terroranschlägen in Europa hat die Reiselust der Urlauber gedämpft. Das ändert sich nun, heißt es von Thomas Cook. Vor allem ein Land sei als Reiseziel gefragt.

Reisebüro von Thomas Cook. Zum Konzern gehört auch die Fluggesellschaft Condor. - © © Thomas Cook -

Reisebüro von Thomas Cook. Zum Konzern gehört auch die Fluggesellschaft Condor. © Thomas Cook

Der Reiseveranstalter Thomas Cook spürt nach einer Serie von Terroranschlägen in Europa wieder eine verstärkte Reiselust seiner Kunden. Die Buchungen für die wichtige Sommersaison lägen derzeit zehn Prozent höher als vor einem Jahr, teilte das Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor jetzt in London mit.

42 Prozent des Sommerangebots sei bereits verkauft. "Die Lust der Urlauber, diesen Sommer ins Ausland zu reisen, ist in allen unseren Märkten gut, trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit", sagte Konzernchef Peter Fankhauser. Vor allem Griechenland sei als Urlaubsziel gefragt.

Anschläge verunsichern Urlauber

Im Frühjahr 2016 hatten sich viele Kunden wegen der Anschläge in Paris, Istanbul und Brüssel bei der Urlaubsbuchung lange zurückgehalten. Diesmal legte die Nachfrage etwa bei den Urlaubern aus Nordeuropa kräftig zu. Thomas Cook zählt dort bislang elf Prozent mehr Sommerbuchungen als im Vorjahr - bei um zwei Prozent gestiegenen Durchschnittspreisen.

© Condor, Lesen Sie auch: Reisekonzern Thomas Cook hält an Condor fest

In Kontinentaleuropa hätten die Buchungen "in den meisten Märkten" prozentual zweistellig angezogen, hieß es. Die Gewinnspannen seien aber etwas unter Druck. In Großbritannien kommt Thomas Cook trotz des Wirbels um den Brexit und des Wertverfalls des Pfunds auf ähnlich viele Buchungen wie vor einem Jahr - bei drei Prozent höheren Preisen.

Für die zu Ende gehende Wintersaison meldete Thomas Cook konzernweit ein Prozent mehr Urlauber als im Vorjahr. Dabei machte eine um sechs Prozent gewachsene Nachfrage aus Großbritannien Rückgänge in den übrigen Regionen wett.

Von: ch, dpa
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