Thomas Cook erstmals seit Jahren wieder in Gewinnzone

25.11.2015 - 10:27 0 Kommentare

Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals seit Jahren einen Gewinn verbuchen können. Dafür nennt das Unternehmen vor allem einen Grund und ist gleichzeitig mit dem Start ins neue Geschäftsjahr zufrieden.

Thomas-Cook-Logo - © © dpa -

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Europas zweitgrößter Reiseveranstalter Thomas Cook hat es trotz Preiskampf und Terror zurück in die Gewinnspur geschafft. Im Geschäftsjahr 2014/15 schrieb der Konzern mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor unter dem Strich erstmals seit fünf Jahren schwarze Zahlen und machte dabei auch die Belastung durch das starke britische Pfund und den Terroranschlag in Tunesien wett. Für das laufende Geschäftsjahr 2015/16 stellte Konzernchef Peter Fankhauser am Mittwoch zudem die erste Dividende seit Jahren in Aussicht.

Vielversprechende Buchungslage

Trotz der beunruhigenden Entwicklungen für die Reisebranche sprach Thomas-Cook-Chef Fankhauser von einem guten Start ins neue Geschäftsjahr. Sowohl für die Wintersaison als auch für den kommenden Sommer seien die Buchungen vielversprechend - vor allem bei den Gästen aus Großbritannien und Nordeuropa.

Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente Thomas Cook unter dem Strich 19 Millionen Pfund (27 Millionen Euro), nachdem hier ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 115 Millionen Pfund gestanden hatte. Der Umsatz wegen der starken britischen Währung sei zwar um neun Prozent auf 7,8 Milliarden Pfund zurück, der operative Gewinn (Ebit) vervierfachte sich hingegen dank gesunkener Sonderbelastungen auf 211 Millionen Pfund.

Operativer Gewinn in Deutschland bricht ein

Dabei profitierte der Rivale des weltgrößten Reisekonzerns Tui vor allem von einem starken Geschäft in Großbritannien. In Kontinentaleuropa inklusive dem wichtigen deutschen Markt musste Thomas Cook hingegen Federn lassen. Der Preiskampf unter den deutschen Veranstaltern ließ den um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn in Deutschland um ein Drittel einbrechen.

Nach dem vermutlichen Abschuss einer russischen Passagiermaschine über dem Sinai muss Thomas Cook derzeit um einen wichtigen Teil seines Geschäfts fürchten. Der Veranstalter hat Reisen aus Großbritannien nach Ägypten ausgesetzt und seine Gäste zurückgeholt. Auch nach Tunesien bringt das Unternehmen kaum noch Gäste. Zudem bleibe der Reisemarkt in Kontinentaleuropa umkämpft.

© Thomas Cook, Lesen Sie auch: Sparkurs zahlt sich für Thomas Cook aus

Dennoch zeigte sich das Management überzeugt, seine Ziele für 2016 zu erreichen. Bis zum Geschäftsjahr 2018 soll das Ebit nun um 100 bis 120 Millionen Pfund wachsen. Schon früher sollen die Aktionäre wieder direkt am Gewinn teilhaben. Für das Geschäftsjahr 2015/16 will Fankhauser Anfang 2017 seit langem wieder eine Dividende ausschütten. Sie soll sich fortan auf 20 bis 30 Prozent des Nettogewinns belaufen.

Von: gk, dpa-AFX
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