Reiseversicherungen und Devisenhandel

Thomas Cook baut Geschäft mit Finanzdienstleistungen aus

03.03.2008 - 09:34 0 Kommentare

Europas zweitgrößter Reisekonzern Thomas Cook setzt verstärkt auf das Geschäft mit Reiseversicherungen und dem Devisenhandel. «Wir werden jetzt das Finanzdienstleistungsgeschäft auf den sechs größten britischen Flughäfen weiter ausbauen und dann international ausweiten», kündigte Thomas-Cook-Chef Manny Fontenla-Novoa in der Tageszeitung «Die Welt» (Montagausgabe) an. Die Marge bei den Finanzdienstleistungen sei deutlich besser als im klassischen Reisegeschäft.

Insgesamt wolle Thomas Cook in den kommenden Jahren im Schnitt eine Rendite von fünf Prozent erwirtschaften. «Ich bin sicher, wir schaffen das», sagte Fontenla-Novoa. Zwar zeigten sich in Großbritannien erste Anzeichen einer Rezession, die aber in der Reisebranche noch nicht spürbar sei. Besonders stark sei bislang das Sommergeschäft in Nord- und Zentraleuropa inklusive Deutschland. «Da liegen wir bei den Buchungen über fünf Prozent im Plus gegenüber Vorjahr», sagte Fontenla-Novoa. Außerdem betreibe Thomas Cook das Reisegeschäft mit möglichst wenig Kapitalbindung. «Das macht uns sehr flexibel bei Veränderungen am Markt. Wir müssen keine Flugzeuge stilllegen oder Hotelbetten belegen», erläuterte der Thomas-Cook-Chef.

Weiteres Wachstum des Reisekonzerns kündigte Fontenla-Novoa in den sogenannten Emerging Markets an. Dort sei Thomas Cook noch schwach vertreten. Vor allem Indien biete viele Chancen. «Uns interessieren dort vor allem der Einstieg in den Vertrieb, das Reiseveranstaltergeschäft und die Finanzdienstleister», sagte Fontenla-Novoa.

Von: ddp
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