Thomas Cook steigt wieder bei Aldiana ein

26.09.2017 - 11:35 0 Kommentare

Thomas Cook steigt wieder bei der Club-Kette Aldiana ein. Nach der Insolvenz von Air Berlin, der Türkei-Krise, und den Zerstörungen durch Hurrikan "Irma" in der Karibik sieht Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser auf Kurs.

Peter Fankhauser - © © Thomas Cook -

Peter Fankhauser © Thomas Cook

Der Reisekonzern Thomas Cook steigt nach einem turbulenten Sommer wieder bei der Club-Kette Aldiana ein. Zusammen mit dem Aldiana-Haupteigner, dem Schweizer Hotelentwickler LMEY, will Thomas Cook sein Angebot an eigenen Hotels weiter ausbauen, wie der Konzern mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor am Dienstag in London mitteilte.

Nach der Türkei-Krise, den Zerstörungen durch Hurrikan "Irma" in der Karibik und der Insolvenz von Air Berlin sieht Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser den Konzern im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr auf Kurs.

Der Thomas-Cook-Vorgänger NUR Touristic hatte Aldiana 1973 gegründet, später trennte sich der Konzern im Zuge einer schweren Krise von der Gesellschaft, die seitdem mehrfach weiterverkauft wurde. Nun übernimmt er wieder 42 Prozent der Anteile. Aldiana betreibt derzeit acht Clubs in Spanien, Griechenland, Zypern, Tunesien und Österreich, weitere vier Anlagen sind für die kommenden beiden Jahre in Planung. Thomas Cooks größerer Rivale Tui ist mit seinen Robinson Clubs und weiteren eigenen Hotels schon länger auf Expansionskurs.

Die zu Ende gehende Sommersaison hat Thomas Cook trotz einigen Wirbels mehr Gäste und höhere Preise beschert. Insgesamt lagen die Buchungszahlen bis Mitte September um elf Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Die Preise zogen um ein Prozent an. In Kontinentaleuropa gaben die Kunden im Schnitt drei Prozent mehr Geld für Pauschalreisen aus, in Großbritannien zogen die Preise um sieben Prozent an. Hier wirkte sich auch die Schwäche des britischen Pfunds aus.

Fankhauser sieht Thomas Cook auf Kurs zu einem operativen Gewinn, der den Erwartungen der Analysten entspricht. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten gehen bislang im Schnitt von rund 331 Millionen britischen Pfund aus. Im Geschäftsjahr 2015/16 hatten hier 308 Millionen Pfund zu Buche gestanden.

Von: dh
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