Artikel vom 11.11.2011 0

Tui erhöht Preise für den Sommer Kritik an Luftverkehrssteuer

Deutschlands führender Reiseveranstalter Tui erhöht seine Preise. Für Pauschalreisen auf der Mittelstrecke bezahlen Urlauber im kommenden Sommer durchschnittlich zwei Prozent mehr als noch in diesem Jahr. Bremsen würde die Luftverkehrssteuer.

Eine TUI Maschine parkt vor dem Flughafen Berlin Sch - © © Berliner Flugh -

Eine TUI Maschine parkt vor dem Flughafen Berlin Sch

Tui erhöht zur Sommersaison 2012 seine Preise. Für Pauschalreisen auf der Mittelstrecke bezahlen Urlauber durchschnittlich zwei Prozent mehr als im vergangenen Sommer, sagte der Chef von Tui Deutschland, Volker Böttcher, bei der Präsentation der Sommerkataloge in Khao Lak (Thailand). Fernreisen werden um ein Prozent teurer. Erst kürzlich hatte der Branchenzweite Thomas Cook mit der Hauptmarke Neckermann eine durchschnittliche Preiserhöhung von insgesamt drei Prozent angekündigt.

Sein Angebot in Griechenland will die Tui unbeirrt von Eurokrise, Streiks und Demonstrationen im nächsten Sommer kräftig ausbauen. Das Angebot werde um 39 Hotels erweitert und auch mehr Flugzeuge sollen in Richtung Ägäis starten, sagte Böttcher. Da die griechischen Touristiker ihre Preise trotz gestiegener Kosten und Steuern nicht erhöht hätten, stehe das Land im Wettbewerb mit Badezielen wie Spanien und der Türkei gut da. Schon für den vergangenen Sommer verzeichnete Tui für Griechenland ein zweistelliges Wachstum.

Kritik an Luftverkehrssteuer

Böttcher warf der Politik vor, das Wachstum der Branche unnötig zu bremsen. Die Luftverkehrsabgabe habe Flugreisen verteuert und die jetzt beschlossene leichte Absenkung sei "reine Kosmetik". Gewinner der Abgabe seien allein grenznahe Flughäfen im Ausland, die sich über zusätzliche Fluggäste aus Deutschland freuen könnten.

Für den Fall, dass Griechenland den Euro verlässt, will sich aber auch Tui Deutschland durch neue Verträge mit griechischen Hoteliers gegen Wechselkursrisiken bei einer Rückkehr des Landes zur Drachme absichern. Böttcher will den griechischen Hoteliers ähnliche Verträge vorlegen wie die skandinavischen Tui-Töchter.

In den nordafrikanischen Ländern Ägypten und Tunesien laufe die Normalisierung nur langsam. Tui werde dort im nächsten Sommer ebenso viele Hotels im Programm wie in diesem Jahr. Die Flugkapazität für Ägypten, die im Frühjahr um 30 Prozent zurückgeschraubt worden war, werde nicht aufgestockt. Nach Tunesien fliegt die konzerneigene Gesellschaft Tuifly vorerst gar nicht mehr.

Stand: 11.11.2011 - 3:47 PM Uhr

Quelle: dpa-afx

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