Artikel vom 19.02.2010 0

Weiter Streit um Altenburg

Die Zukunft des Regionalflughafens Altenburg ist weiterhin ein Streitthema. Der Kreis Altenburger Land wirft der Landesregierung jetzt eine Hinhaltetaktik sowie einen "politischen Eingriff in Markt und Wettbewerb" vor.

Terminal des Flughafens Altenburg - © © P.Tropschug (GNU) -

Terminal des Flughafens Altenburg

Im Streit um die Zukunft des Flughafens Altenburg wirft der Kreis Altenburger Land dem Freistaat eine Hinhaltetaktik vor. Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos) sagte am Freitag in Altenburg, die von Verkehrsminister Christian Carius (CDU) beabsichtigte Studie solle nur von «den wirklichen Zielen ablenken, nämlich uns die Existenzgrundlage zu entziehen».

Mit der Studie will das Land die Perspektiven des Flugplatzes jenseits vom Billigflugverkehr untersuchen. Der Landrat verteidigte indes die Fokussierung des Regionalflughafens auf den Low-Cost-Bereich. Dieser gehöre in der Luftfahrtbranche zum am stärksten wachsenden Marktsektor. Dies sollte die Landesregierung zur Kenntnis nehmen.

Altenburg wird derzeit vor allem vom Billigflieger Ryanair genutzt. Rydzewski warf der Landesregierung vor, Ryanair vom mitteldeutschen Markt drängen zu wollen, um so neue Geschäftsfelder für andere Airlines zu eröffnen. «Hier wird ganz bewusst ein politischer Eingriff in Markt und Wettbewerb versucht», sagte der Landrat.

Der Kreis Altenburger Land hält den Mehrheitsanteil an der defizitären Flughafengesellschaft. Rydzewski hatte kürzlich den Verkauf der Beteiligung angekündigt, weil die neue Landesregierung den Ausbau des Flughafens nicht mehr subventionieren will.

Stand: 19.02.2010 - 2:31 PM Uhr

Quelle: ddp

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