Artikel vom 13.01.2010 0

Spaniens Flughäfen schreiben rote Zahlen Für 2010 noch höhere Verluste erwartet

Die meisten Flughäfen in Spanien sind nicht rentabel. Laut den aktuellen Bilanzen der staatlichen Flughafenbehörde AENA erwirtschafteten 2009 lediglich 9 der 48 Airports Gewinne. Als besonders defizitär erwiesen sich die Flughäfen Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat.

Madrid-Barajas - © © AirTeamImages.com -

Madrid-Barajas

Die große Mehrheit der spanischen Flughäfen schreibt rote Zahlen. Nur 9 der insgesamt 48 Airports erwirtschaften Gewinne. Dies geht aus den Bilanzen der Flughafenbehörde AENA hervor, mit denen der spanische Verkehrsminister José Blanco am Dienstag erstmals die Wirtschaftszahlen der einzelnen Flughäfen veröffentlichte.

Gewinne erzielten im Jahr 2009 vor allem die Flughäfen in Touristenmetropolen wie Alicante (30,58 Millionen Euro), Palma de Mallorca (26,58 Mio. Euro) und Girona (12,66 Mio. Euro). Auch die Flughäfen Ibiza, Gran Canaria und Málaga schrieben schwarze Zahlen.

Insgesamt erwirtschafteten die AENA-Flughäfen jedoch Verluste in Höhe von 432,9 Millionen Euro (vor Steuern). Davon entfallen allein 69 Prozent bzw. 300 Millionen Euro auf den Madrider Großflughafen Barajas. An zweiter Stelle der verlustreichsten Flughäfen steht Barcelona-El Prat mit 42 Millionen. Der Schuldenberg von AENA wird auf rund 10,5 Milliarden Euro beziffert.

In diesem Jahr werden die spanischen Flughäfen wahrscheinlich noch höhere Verluste verzeichnen, wie die spanische Tageszeitung „El País“ (Dienstagsausgabe) berichtet. Insgesamt rechne die AENA für 2010 mit operativen Verlusten von bis zu 597,7 Millionen Euro, davon 311 Millionen für Madrid-Barajas. Am Flughafen Barcelona-El Prat werden die Verluste in diesem Jahr vermutlich rund dreimal so hoch ausfallen wie 2009; erwartet werden laut „El País“ bis zu 145,13 Millionen Euro Verlust.

Stand: 13.01.2010 - 10:43 AM Uhr

Quelle: airliners.de, dpa

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