Artikel vom 13.07.2009 0

Fluglotsenstreik am Flughafen Paderborn Kampf um vergleichbare Arbeitsbedingungen in der Region

Am Flughafen Paderborn kam es heute vormittag nur zu geringen Verzögerungen im Flugverkehr. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte zum Streik aufgerufen, nachdem zugesagte Abmachungen von der neuen Geschäftsführung angeblich nicht eingehalten wurden.

Flughafen Paderborn - © © Flughafen Paderborn -

Flughafen Paderborn

Ein Warnstreik der Fluglotsen am Flughafen Paderborn-Lippstadt hat am Montagmorgen für geringe Behinderungen gesorgt. Wie eine Sprecherin des Airports mitteilte, konnten drei Maschinen noch vor Beginn der Arbeitsniederlegung um 5.00 Uhr starten. Während des bis 8.00 Uhr dauernden Streiks sei ein Flugzeug nach München betroffen gewesen, hieß es. Diese Maschine startete mit einer Verspätung von rund 30 Minuten.

Nach Angaben der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) habe man sich zu dem Schritt entschlossen, weil ein letzter Einigungsversuch bei einem Gespräch mit der Geschäftsleitung des Flughafens am Freitag ergebnislos geblieben war.

Den Arbeitskampfmaßnahmen seien mehrmonatige Verhandlungen vorausgegangen, in deren Verlauf sogar bereits eine Einigung erzielt worden war. Die bereits zugesagte Abmachung wollte die Arbeitgeberseite dann aber im Nachhinein nicht mehr einhalten, erklärte die Gewerkschaft. Die Abmachung sah eine Erhöhung der Bezüge in mehreren Schritten um insgesamt rund 20 Prozent vor.

Kampf um vergleichbare Arbeitsbedingungen in der Region

Ziel der GdF sei es, für die Fluglotsen in Paderborn vergleichbare Arbeitsbedingungen und Gehälter wie an anderen Regionalflughäfen dieser Größe zu erreichen. Dabei orientiert die GdF sich an den bisherigen Abschlüssen für die Fluglotsen in Dortmund und Braunschweig.

Das "Westfalen-Blatt" hatte bereits am vorigen Dienstag über einen möglichen Streik inmitten der Ferienzeit berichtet.

Die GdF vertritt nach eigenen Angaben rund 3200 Mitglieder in der Flugsicherung, in allen deutschen Regionalkontrollstellen, in den Towern, bei der militärischen Flugsicherung und bei den Vorfeld-Controllern.

Stand: 13.07.2009 - 6:31 PM Uhr

Quelle: ddp

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