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Air Berlin fährt Kapazitäten wieder hoch Drehkreuz Berlin wird ausgebaut

Air Berlin fährt ihre Kapazitäten nach der monatelangen Branchenflaute zur Hauptreisezeit 2010 wieder hoch. Das Platzangebot soll zum Start des Sommerflugplans im Mai um sechs bis acht Prozent ausgeweitet werden. Berlin soll im Hinblick auf den BBI zusehends zu einem Drehkreuz ausgebaut werden. 

© AirTeamImages.com Startender Airbus A319 der Air Berlin - © © AirTeamImages.com - Startender Airbus A319 der Air Berlin

Air Berlin setzt 2010 in den strategisch wichtigen Märkten weiterhin auf Wachstum. Besonders im Visier stehen unter anderem Spanien und der italienische Markt. Auch das Skandinavien-Netzwerk der Airline sowie die Wachstumsmärkte in Osteuropa sollen ausgebaut werden, wie Vorstandschef Joachim Hunold auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) am Mittwoch in Berlin sagte.

Im Langstreckengeschäft will Air Berlin allerdings angesichts der unsicheren Konjunktur weiter vorsichtig agieren. «Wir warten ab, wie sich der Markt entwickelt», sagte Hunold. Bei Bedarf könnten Kapazitäten aber schnell erhöht werden.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Air-Berlin-Passagiere um 3,9 Prozent auf 27,91 Millionen zurückgegangen. Um gegenzusteuern, wurde das Platzangebot um 2,6 Prozent verkleinert. Einbezogen sind jeweils die europäischen Städteflüge von TUIfly, die Air Berlin seit dem 25. Oktober 2009 vom Reisekonzern TUI übernommen hat.

Drehkreuz Berlin wird ausgebaut

Am zukünftigen Hauptstadt-Flughafen BBI will Air Berlin künftig mit bis zu 22 Jets mehr als 6.000 Umsteigeverbindungen pro Woche organisieren - bisher sind es knapp 3.000. Dafür sollen in sechs Wellen am Tag Flüge in Ost-West-Richtung sowie zwischen Nord- und Südeuropa über Berlin geführt werden. Langstreckenverbindungen ab Berlin sind nicht geplant. Der Umsteigeranteil in Berlin soll dadurch von drei bis vier auf mehr als zehn Prozent steigen.

Flughafensprecher Ralf Kunkel bezeichnete den deutlichen Ausbau der Umsteigeverbindungen von Air Berlin als «klares Bekenntnis» der Airline zum Standort Berlin. Der BBI habe damit schon jetzt eine Hausfluggesellschaft. Ende Oktober 2011 soll der BBI in Schönefeld eröffnet werden.

Mit Blick auf laufende Tarifgespräche mit der Pilotenvereinigung Cockpit sagte Hunold, wenn beide Seiten willig seien, könne es in den nächsten Wochen zu einer Einigung kommen. Eckpunkte seien in einem Spitzengespräch eingegrenzt worden. Die Gewerkschaft hatte einen angedrohten Warnstreik Anfang März abgesagt. In den Verhandlungen geht es um Arbeitsbedingungen der rund 1200 Piloten bei Air Berlin und der 2007 hinzugekauften Tochter LTU.

 

dpa, ddp

Stand: 10.03.2010 - 5:05 PM Uhr

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