Artikel vom 25.01.2010 0

Ethiopian-Boeing nahe Beirut abgestürzt 737 stürzt kurz nach Start ins Mittelmeer

Bei stürmischem Wetter ist am Montagmorgen eine Boeing 737-800 der Ethiopian Airlines kurz nach dem Start in Beirut ins Mittelmeer gestürzt. Offenbar gibt es keine Überlebenden.

Wrackteile der Ethiopian-Airlines-Boeing vor Beirut - © © dpa -

Wrackteile der Ethiopian-Airlines-Boeing vor Beirut

Vor der libanesischen Küste ist am frühen Montagmorgen ein Flugzeug mit 90 Menschen an Bord abgestürzt. Offizielle Stellen dementierten am Vormittag örtliche Medienberichte, nach denen sieben Überlebende geborgen worden sein sollten.

An dem Rettungseinsatz vor der Küste Libanons sind federführend auch deutsche Schiffe beteiligt, die im Rahmen der UN-Mission UNIFIL vor Ort sind. Das Versorgungsschiff "Mosel" übernahm die Koordination, im Einsatz ist zudem das deutsche Minensuchboot "Laboe".

Die Boeing 737-800 der Ethiopian Airlines (Registrierung ET-ANB) war auf dem Weg von Beirut nach Addis Abeba. Flug ET-409 war um 2.35 Uhr Ortszeit vom internationalen Flughafen Beirut bei stürmischen Wetter gestartet, 25 Minuten später als geplant. Schon kurz nach dem Start ging der Funkkontakt mit der Maschine verloren.

Augenzeugen schilderten, dass sie ein lautes Geräusch gehört hätten, danach sei ein Flugzeug brennend ins Wasser gestürzt. Ein Flughafensprecher berichtete von Blitzen, die ins Flugzeug eingeschlagen sein könnten. Allerdings sind Blitzschläge in der Regel kein Problem für Verkehrsflugzeuge.

Seit zwei Tagen gab es im Libanon heftige Regenfälle und Stürme, die in einigen Teilen des Landes zu Überschwemmungen führten. Die METAR-Daten weisen für den Zeitpunkt des Unglücks Gewitter und Wind aus unterschiedlichen Richtungen aus (OLBA 250100Z VRB03KT 4000 SHRA FEW020CB BKN026 12/07 Q1014 NOSIG, OLBA 250000Z 31008KT 280V340 8000 VCTS FEW020CB SCT026 13/06 Q1014 NOSIG).

Moderne und erfolgreiche afrikanische Fluggesellschaft

Ethiopian Airlines gilt als erfolgreiches Unternehmen mit einer modernen Boeing-Flotte aus Boeing 737-700 und -800, 757 und 767-300. Bestellt sind zudem fünf Boeing 777 sowie zehn Boeing 787 "Dreamliner" sowie zwölf Airbus A350-900. Auf Regionalrouten nutzt die Airline Fokker 50 und will demnächst auf Bombardier Dash8-Q400 umstellen. Zudem baut die Airline derzeit eine Frachtdivision auf.

Zur Zeit fliegt Ethiopian Airlines nach eigenen Angaben international 56 Ziele auf vier Kontinenten an. In Deutschland steht im Codeshare mit der Lufthansa Frankfurt/Main auf dem Flugplan.

Stand: 25.01.2010 - 1:44 PM Uhr

Quelle: airliners.de mit dpa, AFP

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