Artikel vom 05.01.2012 0

Lufthansa-Biosprittest vor Abschluss Anschließende Forschungsphase

Der sechsmonatige Biosprittest der Lufthansa nähert sich dem Ende. Bereits jetzt hat sich die Airline zufrieden über den Verbrauch und die Alltagstauglichkeit des Treibstoffs geäußert. In einer zweijährigen Forschungsphase sollen weitere Auswertungen erfolgen.

Ein Tankwart befüllt in Hamburg einen Airbus A321-200 mit Biotreibstoff. - © © dpa - Markus Scholz

Ein Tankwart befüllt in Hamburg einen Airbus A321-200 mit Biotreibstoff.

Der Biosprittest der Lufthansa geht mit positiven Zwischenergebnissen auf die Zielgerade. Nach Informationen des Regionalmagazins «Hamburg Journal» im NDR Fernsehen (Mittwoch/19.30) wurde weniger Biosprit verbraucht als erwartet. An den Triebwerken habe es keine auffälligen Abnutzungen oder Materialveränderungen gegeben, erklärte die Fluggesellschaft dem Sender.

Am 15. Juli 2011 war die Lufthansa erstmals mit Biosprit geflogen: Ein Airbus A321 legte die Strecke Hamburg-Frankfurt zurück. Damit leitete Deutschlands größte Fluggesellschaft einen sechsmonatigen Test mit dem alternativen Treibstoff ein. Vier Mal täglich flog seitdem ein A321 die Strecke mit einem Biosprit-Gemisch in einem Triebwerk.

«Der Praxistest wird Mitte Januar abgeschlossen, bisher ist er sehr erfolgreich verlaufen», sagte ein Lufthansa-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. «Der Biosprit hat seine Alltagstauglichkeit bewiesen.»

Der Sprecher erklärte, an den Test werde sich eine zweijährige Forschungsphase anschließen, in der unter anderem ausgewertet werden soll, wie viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) durch den Einsatz des bio-synthetischen Kerosins eingespart wurde. Dann wolle die Lufthansa über den weiteren Einsatz entscheiden.

«Die Herausforderung für die Zukunft bleibt, nachhaltige und zertifizierte Biomasse als Rohstoff zu bekommen», sagte der Sprecher. Das Rohmaterial für den im Test eingesetzten Biosprit stammte nach seinen Angaben aus den USA, aus Finnland und Indonesien. Umweltschützer hatten unter anderem deswegen Kritik an dem Verfahren geäußert. Der Test kostet nach früheren Angaben insgesamt 6,5 Millionen Euro, die Bundesregierung beteiligt sich im Rahmen eines Forschungsprogramms mit 2,5 Millionen Euro daran.  

Stand: 05.01.2012 - 7:53 AM Uhr

Quelle: dpa

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