Artikel vom 14.07.2009 0

EU veröffentlicht neue "Schwarze Liste" Garuda Indonesia darf wieder einfliegen

Die EU hat am Dienstag eine neue "Schwarze Liste" veröffentlicht. Der Sicherheitsstandard der darin aufgeführten Airlines wird als ungenügend angesehen und ein Einflugverbot ausgesprochen. Drei indonesische Gesellschaften sind nicht mehr aufgeführt.

Startende Boeing 747-400 der Garuda Indonesia in Amsterdam - © © AirTeamImages.com -

Startende Boeing 747-400 der Garuda Indonesia in Amsterdam

Die überarbeitete und heute vorgestellte „Schwarze Liste“ der EU belegt alle Fluggesellschaften aus Sambia mit einem Einflugverbot in die Europäische Union, aus Kasachstan darf nur noch Air Astana in der EU landen oder starten.

Damit sind in elf Fällen jeweils alle oder fast alle Unternehmen eines ganzen Landes gesperrt. Insgesamt verzeichnet die EU nun rund 250 Unternehmen, die auf ihren Flughäfen nicht operieren dürfen. Sie stammen hauptsächlich aus Afrika und Asien. Einige Gesellschaften dürfen in der Union nur unter besonderen Auflagen starten und landen.

Gestrichen wurden von der Schwarzen Liste drei indonesische Gesellschaften (Garuda Indonesia, Mandala, Ekspres Air), da Indonesiens Flugaufsicht "gewährleistet, dass sie die internationalen Sicherheitsstandards einhalten", hieß es in einer Erklärung. Nach einer Serie von Unfällen hatte die EU alle indonesische Fluggesellschaften im Sommer 2007 auf die Liste gesetzt.

Yemenia nicht auf der Liste

Die vor zwei Wochen von einem Flugzeugabsturz mit 152 Toten betroffene Gesellschaft Yemenia steht nicht auf der neuen "Schwarzen Liste" gesperrter Fluglinien der Europäischen Union. Insbesondere Frankreich hatte sich dafür ausgesprochen, die jemenitische Airline auf die Liste zu setzen.

Die Europäische Kommission arbeite im Fall Yemenia weiter daran, "die Situation zu verstehen", teilte ein Sprecher von Verkehrskommissar Antonio Tajani bei der Präsentation der Liste am Dienstag in Brüssel mit. "Es ist nicht ein Unfall, der darüber entscheidet, ob eine Gesellschaft auf die Liste kommt", hatte Tajani vergangene Woche gesagt.

Die EU-Liste verzeichnet Unternehmen, deren Sicherheitsstandards generell als ungenügend angesehen werden. Sie müssen nicht notwendig aktuell Verbindungen in die EU anbieten. Bei den Kontrollen arbeitet die EU mit Partnern wie der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zusammen. Der Vorstoß für eine weltweite "Schwarze Liste" wurde dagegen von ICAO-Präsident Kobeh erst kürzlich kritisiert.

Die komplette Liste ist abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/transport/air-ban/pdf/list_de.pdf

Stand: 14.07.2009 - 5:31 PM Uhr

Quelle: airliners.de mit AFP, dpa

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