Artikel vom 13.10.2009 0

Sondersitzung zu Steuerhinterziehungs-Vorwürfen am Flughafen München

Aufgrund des Verdachts der Steuerhinterziehung will Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats das Beschäftigungsmodell der Flughafen München Sicherheits-GmbH prüfen.

Nach dem Vorwurf der Steuerhinterziehung gegen eine Tochterfirma der Flughafen München GmbH (FMG) hat Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) eine Sondersitzung des Aufsichtsrats angekündigt. Dort sollen die Ergebnisse der Prüfung «fundiert und sachlich» erörtert werden, teilte Fahrenschon am Dienstag in München mit. Die interne Aufklärung der Vorwürfe soll Anfang nächster Woche abgeschlossen sein.

Die Flughafen München Sicherheits-GmbH, kurz CAP, steht im Verdacht, ihre Mitarbeiter zusätzlich zu ihren Arbeitsverträgen über ein 400-Euro-Modell bei einer anderen Firma beschäftigt zu haben. So soll sich die Firma Steuern und Sozialabgaben in Millionenhöhe gespart haben.

Fahrenschon betonte, das praktizierte Beschäftigungsmodell sei dem Aufsichtsrat der CAP und den Gesellschaftern der FMG - das sind der Freistaat Bayern, die Stadt München und der Bund - bekannt gewesen. Es sei zuletzt nach einer Änderung des Sozialversicherungsrechts 2004 rechtlich geprüft worden und danach «bei Beachtung bestimmter Voraussetzungen» rechtlich nicht zu beanstanden gewesen.

Stand: 13.10.2009 - 5:37 PM Uhr

Quelle: ddp

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