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Fraport steigert Umsatz und Gewinn Trotz Engpässen

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat seinen Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich gesteigert. Wie die Betreiberfirma des größten deutschen Flughafens am Dienstag mitteilte, stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis habe sich um 9,2 Prozent auf 218,6 Millionen Euro verbessert. Die Zahlen lagen über den Erwartungen von Analysten.

Der Flughafenbetreiber Fraport hat trotz der Engpässe an seinem wichtigsten Drehkreuz in Frankfurt Umsatz und Gewinn weiter gesteigert. Die Erlöse legten in den ersten neun Monaten 2007 um 8,3 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das Konzern-Ergebnis stieg um 9,2 Prozent auf 218,6 Millionen Euro.

Kräftig wuchs die Sparte External Activites, in der die Fraport ihre wachsenden Flughafen-Aktivitäten außerhalb Frankfurts gebündelt hat. Hier stieg der Umsatz um gut 24 Prozent auf 404 Millionen Euro. Beim Konzernergebnis spielt auch ein Sondereffekt infolge der Unternehmenssteuerreform in Höhe von 25,4 Millionen Euro eine Rolle. An der Börse wurden die Fraport-Zahlen positiv aufgenommen. Die Aktie kletterte zeitweise um mehr als zehn Prozent auf über 60,00 Euro. Die Dividende soll nach dem Willen des Managements stabil bei 1,15 Euro bleiben.

«Für das Gesamtjahr 2007 sehen wir weiterhin eine sehr positive Entwicklung des Konzerns», sagte Fraport-Vorstandschef Wilhelm Bender. Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung gehe Fraport in Frankfurt trotz der Kapazitätsengpässe von einem Passagier-Plus von ungefähr zwei Prozent im Vergleich zu 2006 aus.

Für die geplante Erweiterung des Rhein-Main-Flughafens um eine vierte Piste erwartet die Fraport den Planfeststellungsbeschluss - quasi die Baugenehmigung - im Laufe der nächsten Wochen. Derzeit wird in der Region heftig über das bei Inbetriebnahme der neuen Bahn geplante Nachtflugverbot diskutiert.

Fraport betreibt von September 2009 an die internationalen Terminals in Antalya; in Peru hat das Unternehmen inzwischen 100 Prozent der Anteile am Flughafen Lima. Künftig will sich das Unternehmen verstärkt in boomenden Märkten wie China und Indien engagieren.

Im Rechtsstreit um das gescheiterte Terminalprojekt in Manila auf den Philippinen bekräftigte die Fraport, gegen die Entscheidung des Weltbank-Schiedsgerichts vorzugehen. Ein solches Verfahren dauere üblicherweise etwa zwei Jahre. Die Fraport verlangt eine Entschädigung für die Enteignung des Terminals. Die philippinische Regierung hatte die Enteignung mit dem Vorwurf eines Verstoßes gegen ein Anti-Strohmann-Gesetz begründet. Das Schiedsgericht hatte sich Mitte August für nicht zuständig erklärt.

Nach der ebenfalls vorgelegten Passagierstatistik für Oktober hält das Wachstum auch im vierten Quartal an. In Frankfurt wurden knapp fünf Millionen Passagiere gezählt, das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Konzernweit stieg die Passagierzahl um 4,5 Prozent auf knapp 6,9 Millionen.

ddp, dpa

Stand: 30.11.00-1 - 12:00 AM Uhr

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