Artikel vom 02.09.2010
Lufthansa setzt auf China Nur wöchentlich mit A380 nach Peking
© Lufthansa Der dritte Airbus A380 der Lufthansa wird am 2.9.2010 auf den Namen "Beijing" getauft.Lufthansa sieht große Chancen im Wachstumsmarkt in China. Der neue Riesen-Airbus A380 soll das Geschäft zusätzlich beflügeln. Bei der Einweihung des ersten Linienfluges mit dem neuen Großraumflugzeug von Frankfurt nach Peking sagte Wolfgang Mayrhuber am Donnerstag in Peking: «Wir wollen nicht nur mit dem Markt wachsen, sondern auch neue Märkte eröffnen.» Das Wachstum in China habe die Vorhersagen bisher immer übertroffen.
«Wir stehen erst am Anfang der Zukunft», sagte Mayrhuber. Nach seiner Darstellung sind weitere Strecken nach China denkbar. «Der Markt ist so groß, dass noch welche dazu kommen könnten.» Die Asien-Pazifik-Region, wo Lufthansa 20 bis 25 Prozent seines Passagieraufkommens hat, sei der am schnellsten wachsende Luftverkehrsmarkt in der Welt. Die China-Flüge machten davon rund 30 Prozent aus. So habe der Pekinger Flughafen inzwischen London überholt und sei zum zweitgrößten der Welt aufgestiegen.
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Dritter A380 heißt „Beijing“
In einer Zeremonie am Flughafen gab Lufthansa der dritten A380 in seiner Flotte den Namen «Beijing». Es war das erste Mal, dass eine Lufthansa-Maschine nach einer ausländischen Stadt benannt wurde. Doch fliegt der A380 zunächst nur einmal die Woche mittwochs nach Peking. Chinas Luftfahrtbehörden hätten um eine Eingewöhnungszeit bis Ende Oktober gebeten, hieß es. Allerdings fliegt die Fluggesellschaft Emirates aus den Vereinigten Arabischen Emiraten schon seit Anfang August täglich mit der A380 von Dubai nach Peking.
Über die Wachstumschancen im China-Geschäft wollte sich Mayrhuber nicht konkreter äußern, da Vorhersagen in der Vergangenheit die tatsächliche Entwicklung immer unterschätzt hätten. Das Geschäft mit den Wachstumsmärkten habe Lufthansa natürlich auch durch die Weltwirtschaftskrise geholfen - ähnlich die Ausrichtung des Konzerns mit seinen verschiedenen Geschäftsfeldern, darunter die Wartung, die von der Krise nicht betroffenen gewesen sei.
Intensive Kooperation mit Air China
Die größte deutsche Airline und ihre Kooperationsunternehmen mit Air China und anderen Partnern beschäftigen in China rund 10.000 Mitarbeiter. In Peking betreibt Lufthansa mit Air China seit 25 Jahren die Luftwerft Ameco zur Wartung und Überholung von Flugzeugen. Es war das erste Joint Venture in der chinesischen Luftfahrt. In seinem großen Hangar können auch A380 gewartet werden.
Die Auslastung auf den China-Verbindungen der Lufthansa liegt nach Mayrhubers Worten bei mehr als 80 Prozent. Das sei die Grenze, die jede Fluggesellschaft überschreiten müsse, um profitabel zu sein. Der A380, der bei Lufthansa 526 Passagiere fasst, sei von den Betriebskosten und dem Kerosinverbrauch her pro Sitz besonders günstig. «Wir hätten nicht darin investiert, wenn er nicht ein Gewinnbringer wäre», sagte der Lufthansa-Chef.
Stand: 02.09.2010 - 5:39 PM Uhr
Quelle: dpa
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