Artikel vom 19.07.2010 0

Verhandlungen mit A400M-Kunden dauern an

Die Verhandlungen zwischen Airbus und den Käuferländern des Militärtransporters A400M ziehen sich ungewöhnlich lange hin. Es gehe immer noch um die Verteilung der Mehrkosten, erklärte Airbus auf der Luftfahrtmesse in Farnborough.

Airbus A400M bei der Farnborough International Airshow (19.07.2010) - © © dpa - Andy Rain

Airbus A400M bei der Farnborough International Airshow (19.07.2010)

Die Verhandlungen zwischen dem Flugzeughersteller Airbus und den sieben europäischen Bestellernationen des Militärtransporters A400M dauern weiter an. Man hoffe, dass der endgültige Vertrag bis Ende des Jahres unterschrieben sei, teilte Airbus am Montag mit. Anfang Juni hatte es von Airbus noch geheißen, der endgültige Vertrag solle bis Ende Juni unterschrieben werden.

Im März hatten Airbus und die sieben Bestellernationen, darunter auch Deutschland, eine vorläufige Vereinbarung zur Anpassung des ursprünglichen Vertrags vereinbart. Dies war wegen massiver Kostenüberschreitungen und Verzögerungen notwendig geworden. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Luxemburg, Spanien und die Türkei hatten bereits 2003 insgesamt 180 Maschinen zum Gesamtpreis von 20 Milliarden Euro bestellt.

Im März erklärten sich die sieben Abnehmerländer bereit, zwei Milliarden Euro mehr für das Transportflugzeug zu zahlen. Darüber hinaus stellten sie zusätzlich 1,5 Milliarden Euro bereit, für die sie im Gegenzug an künftigen Exportaufträgen beteiligt werden sollen.

Domingo Urena-Raso, Chef der Airbus-Militärsparte, erklärte auf der Farnborough International Airshow, dass sich die Verhandlungen mit den Bestellernationen unerwartet lange hinzögen. Dabei gehe es um die Verteilung der zusätzlichen Kosten.

Erschwert würden die Verhandlungen durch anstehende Kürzungen in den Verteidigungsetats der beteiligten Länder. Zudem verhandelten nicht nur Airbus und die Beschaffungsbehörde Occar, die die Bestellernationen vertritt, sondern auch die Regierungen untereinander. Diese verzögere die Verhandlungen.

Großbritannien und Deutschland hatten erklärt, sie wollten weniger Flugzeuge abnehmen als ursprünglich geordert. Der vorläufigen Vereinbarung vom März zufolge können die sieben Bestellernationen insgesamt zehn Flugzeuge weniger abnehmen als ursprünglich vereinbart.

Die EADS-Führung hatte am Wochenende noch Kürzungen beim A400M zurückgewiesen.

Stand: 19.07.2010 - 5:23 PM Uhr

Quelle: ddp

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