Empfehlen Drucken Nachrichten-Newsletter abonnieren

Artikel vom 09.03.2010

EADS mit Verlusten nach A400M-Debakel Wieder höhere A320-Produktion

EADS hat das Jahr 2009 mit roten Zahlen abgeschlossen. Eine Entspannung der Ertragslage erwartet der Konzern auch für 2010 noch nicht. Allerdings soll die Tochter Airbus die Fertigung von Flugzeugen der A320-Familie zum Jahresende wieder hochfahren.

© dpa EADS-Chef Louis Gallois (l) und Hans Peter Ring (CFO) geben am 09.03.2010 in Paris die Zahlen für 2009 bekannt. - © © dpa - EADS-Chef Louis Gallois (l) und Hans Peter Ring (CFO) geben am 09.03.2010 in Paris die Zahlen für 2009 bekannt.

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS ist im abgelaufenen Jahr wegen des Debakels um den Militärtransporter Airbus A400M in die roten Zahlen gestürzt. Unter dem Strich belief sich der Verlust auf 763 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Paris mitteilte.

Ein Jahr zuvor hatte der Konzern hier noch 1,6 Milliarden Euro verdient. Die Dividende soll nun ausfallen. Hauptursache für das Minus war eine erneute Verlustrückstellung von 1,8 Milliarden Euro wegen der Mehrkosten für den verspäteten Militärflieger.

Der Konzernumsatz blieb mit 42,8 Milliarden Euro fast stabil. Der Auftragseingang fiel mit 45,8 Milliarden Euro nur knapp halb so hoch aus wie ein Jahr zuvor. Der Auftragsbestand ging dabei um 3 Prozent auf 389 Milliarden Euro zurück.

Vorsichtige Prognosen für 2010

Für das laufende Jahr rechnet EADS noch nicht mit einer Entspannung der Ertragslage. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Unternehmenswerte und außerordentlichen Posten - bei EADS als EBIT bezeichnet - dürfte sich auf 1 Milliarde Euro belaufen, wie das Unternehmen am Dienstag in Paris mitteilte.

Hierbei dürften die verschlechterten Kurse bei der Währungskurs-Absicherung im Vergleich zu 2009 mit einer Milliarde Euro belasten. Die Produktion des Großraumjets A380 dürfte zugleich nur "leicht" rentabler werden, hieß es.

"Die künftige EBIT-Entwicklung wird davon abhängen, die Programme A400M, A380 und A350 gemäß den eingegangenen Verpflichtungen gegenüber den Kunden zu managen", heißt es in der Mitteilung. Der Free Cashflow dürfte 2010 nach Einschätzung des Managements wegen der Finanzierungshilfen für Kunden negativ ausfallen.

Höhere Fertigungsraten bei A320-Familie

Zugleich will EADS die Produktion der kleineren Airbus-Jets mit einem Mittelgang ab Ende des Jahres hochfahren. Weil die Produktionskapazität nach wie vor überbucht sei, soll Airbus ab Dezember monatlich wieder 36 statt derzeit 34 Maschinen dieser Klasse herstellen. Zugleich will die EADS-Führung in diesem Jahr bei Airbus brutto weiterhin auf 250 bis 300 Neubestellungen kommen. Das Ziel, wie im Vorjahr knapp 500 Flugzeuge auszuliefern, sieht das Management allerdings inzwischen als Obergrenze.

Stand: 09.03.2010 - 10:14 AM Uhr

Quelle: dpa-AFX

Aktuelle Stellenangebote:

Das könnte Sie interessieren

#

Kolumne: Ausgebetet in Alaska.

Zur Spaethfolge (68)

Stellenmarkt Karriere

Job-Keywords:
Jobsuche starten
Aktuelle Stellenangebote:
  • Teamleiter Auftragssteuerung... MRINetwork Gruber & Partner - Executive Search - 10.02.2012
  • Supplier Development and Qua... Airbus - 10.02.2012
  • Technischer Einkäufer (m/w) RUAG Aerospace Services GmbH - 10.02.2012
Stellenanzeige schalten