Artikel vom 23.12.2011 0

DFS prüft «Point Merge»-Verfahren Lärmminderung im Rhein-Main-Gebiet

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat verschiedene Modelle zur Verminderung von Fluglärm erarbeitet. So sollen Flugzeuge tagsüber im Gleitflug zum Flughafen Frankfurt geführt werden. Zusätzlich prüft die DFS das Point-Merge-Verfahren, bei dem sich Flugzuge bereits in großer Höhe einreihen und dann zum Sinkflug ansetzen.

Airbus A319 im Anflug

Flugzeuge könnten künftigim Reißverschluss-System auf den Frankfurter Flughafen zufliegen und damit helfen, die Lärmbelastung zu verringern. Das „Point Merge“-Verfahren hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) in einer simlulatorgestützten Machbarkeitsstudie untersucht und auch geprüft, ob es sich für den Frankfurter Flughafen eignet. Die Ergebnisse der Studie seien vielversprechend, müssten aber noch abschließend bewertet werden, teilte die DFS am Donnerstag in Langen mit.

Bei «Point Merge» werden Anflüge in relativ großer Höhe kanalisiert und mit Sicherheitsabstand kontinuierlich sinkend zum Endanflug geführt. An einem bestimmten Punkt fließen die Flugwege hintereinander aufgereiht zusammen, ähnlich wie im Reißverschluss im Straßenverkehr. Dieses Verfahren wird nach Angaben der DFS derzeit in Oslo angewandt. Der Vorteil liege nicht nur in der Lärmreduzierung bei den Anflügen, sondern auch bei den Abflügen - wenn die Maschinen in größerer Höhe anfliegen, können die startenden Flugzeuge auch schneller an Höhe gewinnen.

Ab Januar sollen ankommende Flugzeuge aus größerer Höhe als bisher in einer Art Gleitflug auf den Airport zufliegen. Dieses kontinuierliche Sinkflugverfahren (CDO - Continuous Descent Operations) soll zumindest tagsüber in verkehrsärmeren Zeiten genutzt werden. «Der DFS ist die Belastung vieler Anwohner durch den Flugverkehr sehr wohl bewusst», sagte DFS-Geschäftsführer Ralph Riedle laut Mitteilung. «Daher tun wir alles, was in unserer Verantwortung liegt, um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten.»

Stand: 23.12.2011 - 10:45 AM Uhr

Quelle: dpa

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