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Artikel vom 13.02.2009

Lufthansa und Brussels Airlines starten Zusammenarbeit Trotz Bedenken der EU-Kommission

Ungeachtet der kartellrechtlichen Bedenken der EU-Kommission intensiviert die Lufthansa ihre Zusammenarbeit mit dem Übernahmekandidat Brussels Airlines. Im Rahmen der geplanten Aufnahme in das Luftfahrtbündnis Star Alliance können die Passagiere beider Fluggesellschaften ab Sonntag die Lounges der jeweils anderen mitbenutzen, wie die Lufthansa am Freitag in Frankfurt mitteilte.

© Lufthansa Lufthansa und Brussels Airlines. - © © Lufthansa - Lufthansa und Brussels Airlines.
Beid e Fluggesellschaften werden ihren Gästen ab dem 15. Februar gegenseitig den Zugang zu ihren Lounges ermöglichen. Teilnehmer des Brussels Airlines Vielflieger-Programms Privilege, die den Platinum-Status haben, können künftig alle Lufthansa Senator und Business Lounges weltweit nutzen. Im Gegenzug erhalten die vielfliegenden Miles & More-Teilnehmer der Lufthansa Zugang zu den Lounges von Brussels Airlines. Für HON Circle Mitglieder, Kunden mit Senatorstatus sowie First Class Reisende stehen ab diesem Wochenende die Lounges der belgischen Fluglinie in Brüssel offen. Darüber hinaus ist das Durchchecken von Passagieren und Gepäck zwischen beiden Airlines möglich.

In naher Zukunft geplant sind kombinierbare Tarife, gemeinsame Flugnummern und eine Partnerschaft bei den Vielfliegerprogrammen, berichtete die Deutsche Lufthansa AG weiter.

Die Unternehmen hatten im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass Lufthansa in einem ersten Schritt 45 Prozent der Anteile der belgischen Fluggesellschaft für 65 Millionen Euro erwerben will. Von 2011 hat Lufthansa demnach die Möglichkeit, die gesamte Gesellschaft zu übernehmen. Brussels Airlines war nach der Pleite der belgischen Sabena entstanden.

Die Europäische Kommission hat allerdings "ernste Bedenken" gegen die Übernahmepläne der Deutschen Lufthansa in Belgien. Der geplante Einstieg könne "zu einer erheblichen Behinderung" des Wettbewerbs zu Ungunsten der Passagiere führen, erklärten die obersten EU-Wettbewerbshüter Ende Januar. Die Kommission hat bis zum 10. Juni 2009 Zeit, eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Stand: 13.02.2009 - 10:00 PM Uhr

Quelle: dpa, airliners.de

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