Artikel vom 30.11.2011 0

Brussels Airlines baut Angebot aus Neue Ziele, mehr Komfort

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines hat einen Ausbau ihres Flugangebots unter anderem nach Deutschland bekannt gegeben. Zudem plant das Unternehmen, erstmals die US-Ostküste anzufliegen. Dafür soll im kommenden Jahr auch die Kabine modernisiert werden.

Start eines Airbus A330 der Brussels Airlines

Brussels Airlines zeigt sich mit der Entwicklung der drei deutschen Ziele Berlin, Hamburg und Hannover zufrieden. Während Hamburg und Hannover im laufenden Jahr weitgehend stabil blieben, wachse Berlin leicht – vor allem durch Umsteiger, wie Helmut Gläser, Deutschland-Direktor der Brussels Airlines, vor dem Luftfahrt-Presseclub am Firmensitz der Airline in Brüssel berichtete.

Die Airline reagierte in Berlin mit einem Ausbau des Sitzplatzangebots um 22 Prozent. Das entspricht 200 zusätzlichen Sitzen pro Tag. Erreicht wurde dies durch den Ersatz der Avro RJ85/100 durch größere Airbus A319. Gleiches gilt für Hamburg, wo die angebotenen Kapazitäten um 20 Prozent und (150 Extrasitze) zulegten. Das Angebot nach Hannover wuchs mit sechs Sitzen nur leicht. Hier setzt Brussels Airlines eine Bombardier Q400 der Tyrolean ein. Für den Sommer 2012 kündigte Gläser einen Nachtstopp am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) an. Passagiere können dann gleich früh am Morgen mit der ersten Welle gen Brüssel starten. In Hamburg soll auch die vierte Frequenz im kommenden Jahr auf A319 umgestellt werden, so dass die Kapazitäten weiter steigen.

Langstreckenpläne

Auch im Langstreckennetz gibt es Neuerungen. So will Brussels Airlines vermehrt die Douala (Kamerun) bedienen. Hintergrund ist der Rückzug der Swiss aus Douala. Außerdem kann das Angebot in die Elfenbeinküste ausgebaut werden: Statt wie bislang dreimal wöchentlich, könne Brussels Airlines die größte Stadt des Landes, Abidjan, bald täglich bedienen, sagte Erik Follet, Executive Vice President Strategy & Business Development.

Und dann will Brussels Airlines den Sprung über den Atlantik wagen und erstmals ein Ziel an der amerikanischen Ostküste ansteuern. Wie airliners.de auf Nachfrage erfuhr, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um New York und hier der Flughafen John F. Kennedy (JFK). Doch auch das nahegelegene Newark und Boston seien noch in der engeren Auswahl. Die Pläne sollen in Kürze offiziell vorgestellt werden.

Neue Kabine

Im Hinblick auf diese prestigeträchtige Strecke kündigte Brussels Airlines zudem ein neues Kabinenprodukt an Bord der Airbus-A330-Flotte an. So soll die Business Class mit 30 neuen Sitzen ausgestattet werden, die eine flache Liegeposition erlauben. Aber auch die Economy soll von neuen Sitzen profitieren. So lässt Brussels Airlines das "RAVE -Audio-Video-On-Demand-System" des US-amerikanischen Anbieters "The IMS Company", auf das auch Lufthansa und Air Berlin setzen, installieren.

Jeder Sitz ist dabei unabhängig von der Gesamtstruktur, der gesamte Content ist im Monitor (Seat Display Unit) gespeichert. Der Server dient lediglich zum Bespielen der Units. Anders als bei herkömmlichen Audio-Video-On-Demand-Systemen (AVOD) entfallen dadurch etliche Zwischenstationen, die Streaming-Inhalte von einem zentralen Server auf die einzelnen Sitze verteilen. Einsparungen ergeben sich somit nicht nur bei den Kosten und beim Gewicht, sondern auch bei der Ausfallsicherheit. Da jede "Seat Display Unit" autark als Einzelrechner arbeite, kann es nicht mehr zum AVOD-Ausfall ganzer Kabinensektionen kommen. Jede Sitz-Unit kann zudem im Falle einer Fehlfunktion von der Cabin Crew ohne Aufwand gegen ein funktionierendes Gerät  ausgetauscht werden.

Stand: 30.11.2011 - 3:53 PM Uhr

Quelle: airliners.de

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